Entscheidung 8 Ob 1572/95
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Entscheidungsdatum
29.06.1995
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Huber als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Petrag, Dr.Langer, Dr.Rohrer und Dr.Adamovic als weitere Richter in der Verlassenschaftssache nach der ***** Elfriede Anna Maria S*****, infolge außerordentlichen Rekurses des Testamentvollstreckers Dr.Karl J*****, gegen den Beschluß des Landesgerichtes Innsbruck als Rekursgericht vom 28.April 1995, GZ 54 R 78/95-155, den
Beschluß
gefaßt:
Spruch
Der außerordentliche Rekurs des Testamentvollstreckers wird mangels
der Voraussetzungen des § 14 Abs 1 AußStrG zurückgewiesen (§ 16 Abs 3 AußStrG iVm § 508a Abs 2 und § 510 ZPO).der Voraussetzungen des Paragraph 14, Absatz eins, AußStrG zurückgewiesen (Paragraph 16, Absatz 3, AußStrG in Verbindung mit Paragraph 508 a, Absatz 2 und Paragraph 510, ZPO).
Rechtliche Beurteilung
Der Testamentvollstrecker ist ua zu entheben, wenn eine Interessenkollision besteht (vgl Welser in Rummel ABGB2 I Rz 14 zu § 816 mwN); dies ist jedenfalls dann der Fall, wenn er den Erben im Prozeß gegen die Legatare vertritt.Der Testamentvollstrecker ist ua zu entheben, wenn eine Interessenkollision besteht vergleiche Welser in Rummel ABGB2 römisch eins Rz 14 zu Paragraph 816, mwN); dies ist jedenfalls dann der Fall, wenn er den Erben im Prozeß gegen die Legatare vertritt.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:0080OB01572.95.0629.000
Dokumentnummer
JJT_19950629_OGH0002_0080OB01572_9500000_000
Rechtssätze aus dieser Entscheidung