Entscheidung JJT_20081003_OGH0002_001PRA04842_08G0000_000
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Geschäftszahl
1Präs2690-4842/08g
Entscheidungsdatum
03.10.2008
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch die Präsidentin Hon.-Prof. Dr. Griss in der Strafsache gegen 1. Univ.-Prof. Dr. Marguerite D*****,
2. Univ.-Prof. Dr. Wilhelm M*****, 3. Univ.-Prof. DDr. Hans Peter K*****, 4. Univ.-Prof. Dr. Peter S***** wegen des Vergehens der Verletzung von Berufsgeheimnissen nach § 121 Abs 1 StGB, AZ 251 U 39/08k des Bezirksgerichts Graz-Ost, AZ 1 Bl 85/08s des Landesgerichts für Strafsachen Graz, AZ 9 Ns 19/08d des Oberlandesgerichts Graz, über den Ablehnungsantrag des Felix Caspar P***** den Beschluss2. Univ.-Prof. Dr. Wilhelm M*****, 3. Univ.-Prof. DDr. Hans Peter K*****, 4. Univ.-Prof. Dr. Peter S***** wegen des Vergehens der Verletzung von Berufsgeheimnissen nach Paragraph 121, Absatz eins, StGB, AZ 251 U 39/08k des Bezirksgerichts Graz-Ost, AZ 1 Bl 85/08s des Landesgerichts für Strafsachen Graz, AZ 9 Ns 19/08d des Oberlandesgerichts Graz, über den Ablehnungsantrag des Felix Caspar P***** den Beschluss
gefasst:
Spruch
Der Ablehnungsantrag ist nicht berechtigt.
Gründe:
Rechtliche Beurteilung
Im Zusammenhang mit seiner Beschwerde gegen die Zurückweisung seines Strafantrags lehnt Felix Caspar P***** das gesamte Oberlandesgericht Graz (und damit einschließlich des Präsidenten) als befangen ab. Aufgrund der Brisanz des Falles bestünden bei allen Richtern des Oberlandesgerichtssprengels Graz begründete Zweifel am Anschein ihrer Unbefangenheit. Der Senatspräsident des Oberlandesgerichts Graz Dr. Erwin S***** sei „in diese Causa involviert". Es existiere ein Video, das dies belege.
Nach § 43 Abs 1 Z 3 StPO ist ein Richter vom Verfahren ausgeschlossen, wenn Gründe vorliegen, die geeignet sind, seine volle Unvoreingenommenheit und Unparteilichkeit in Zweifel zu ziehen. Ob dies der Fall ist, kann nur beurteilt werden, wenn konkrete Ablehnungsgründe gegen bestimmte Richter vorgebracht werden. Nicht näher konkretisierte Vorwürfe sind ebenso unzulässig wie Pauschalablehnungen.Nach Paragraph 43, Absatz eins, Ziffer 3, StPO ist ein Richter vom Verfahren ausgeschlossen, wenn Gründe vorliegen, die geeignet sind, seine volle Unvoreingenommenheit und Unparteilichkeit in Zweifel zu ziehen. Ob dies der Fall ist, kann nur beurteilt werden, wenn konkrete Ablehnungsgründe gegen bestimmte Richter vorgebracht werden. Nicht näher konkretisierte Vorwürfe sind ebenso unzulässig wie Pauschalablehnungen.
Anmerkung
E88761
1 Präs2690-4842.08g
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2008:001PRA04842.08G.1003.000
Zuletzt aktualisiert am
18.11.2008
Dokumentnummer
JJT_20081003_OGH0002_001PRA04842_08G0000_000