Entscheidung JJT_20111005_OGH0002_001PRA04763_11V0000_000
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Geschäftszahl
1Präs.2690-4763/11v
Entscheidungsdatum
05.10.2011
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch die Präsidentin Hon.-Prof. Dr. Griss in der Strafsache gegen Dr. E***** L***** ua wegen § 302 Abs 1 StGB, AZ 5 Ns 39/11s des Oberlandesgerichts Linz, über den Antrag des J***** H***** auf Ablehnung aller Richter des Oberlandesgerichts Linz und damit auch des Präsidenten des Oberlandesgerichts Linz denDer Oberste Gerichtshof hat durch die Präsidentin Hon.-Prof. Dr. Griss in der Strafsache gegen Dr. E***** L***** ua wegen Paragraph 302, Absatz eins, StGB, AZ 5 Ns 39/11s des Oberlandesgerichts Linz, über den Antrag des J***** H***** auf Ablehnung aller Richter des Oberlandesgerichts Linz und damit auch des Präsidenten des Oberlandesgerichts Linz den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Die Ablehnung des Präsidenten des Oberlandesgerichts Linz ist nicht zulässig.
Gründe:
Rechtliche Beurteilung
In seinem Rechtsmittel gegen die Abweisung seines Antrags auf Verfahrenshilfe lehnt der Beschwerdeführer alle Richter des Oberlandesgerichts Linz und somit auch dessen Präsidenten ab. Mehrere Richter des Gerichts seien „an den Strafanzeigen unmittelbar als Beschuldigte betroffen“. Dem Beschwerdeführer sei derzeit nicht bekannt, „welche Richter mit der Entscheidung und Behandlung dieser Beschwerden befasst werden“. Dazu komme noch, „dass in den Rekursverfahren der Verfahren 23 Nc 60/10m und 4 Cg 39/10t und in vielen anderen Verfahren des Landesgerichts Wels sämtliche Richter des Oberlandesgerichts Linz wegen Befangenheit und Ausgeschlossenheit abgelehnt wurden“.
Über die Ausschließung des Präsidenten des Oberlandesgerichts hat der Präsident des übergeordneten Gerichtshofs und damit die Präsidentin des Obersten Gerichtshofs zu entscheiden (§ 45 Abs 1, § 44 Abs 2 StPO).Über die Ausschließung des Präsidenten des Oberlandesgerichts hat der Präsident des übergeordneten Gerichtshofs und damit die Präsidentin des Obersten Gerichtshofs zu entscheiden (Paragraph 45, Absatz eins,, Paragraph 44, Absatz 2, StPO).
Gemäß § 43 Abs 1 Z 3 StPO ist ein Richter vom gesamten Verfahren ausgeschlossen, wenn Gründe vorliegen, die geeignet sind, seine volle Unvoreingenommenheit und Unparteilichkeit in Zweifel zu ziehen. Ob dies der Fall ist, kann nur beurteilt werden, wenn konkrete Ablehnungsgründe gegen bestimmte Richter vorgebracht werden. Nicht näher konkretisierte Vorwürfe sind ebenso unzulässig wie Pauschalablehnungen. Gemäß Paragraph 43, Absatz eins, Ziffer 3, StPO ist ein Richter vom gesamten Verfahren ausgeschlossen, wenn Gründe vorliegen, die geeignet sind, seine volle Unvoreingenommenheit und Unparteilichkeit in Zweifel zu ziehen. Ob dies der Fall ist, kann nur beurteilt werden, wenn konkrete Ablehnungsgründe gegen bestimmte Richter vorgebracht werden. Nicht näher konkretisierte Vorwürfe sind ebenso unzulässig wie Pauschalablehnungen.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2011:001PRA04763.11V.1005.000
Zuletzt aktualisiert am
06.11.2011
Dokumentnummer
JJT_20111005_OGH0002_001PRA04763_11V0000_000