Entscheidung JJT_20111024_OGH0002_001PRA05132_11H0000_000
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Geschäftszahl
1Präs.2690-5132/11h
Entscheidungsdatum
24.10.2011
Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch die Präsidentin Hon.-Prof. Dr. Griss in der Strafsache gegen Mag. Dr. I***** K***** wegen § 302 Abs 1 StGB, AZ 14 Bl 117/11a des Landesgerichts Wiener Neustadt, über den Antrag des C***** R***** auf Ablehnung aller Richter des Oberlandesgerichts Wien und insbesondere des Präsidenten des Oberlandesgerichts Wien denDer Oberste Gerichtshof hat durch die Präsidentin Hon.-Prof. Dr. Griss in der Strafsache gegen Mag. Dr. I***** K***** wegen Paragraph 302, Absatz eins, StGB, AZ 14 Bl 117/11a des Landesgerichts Wiener Neustadt, über den Antrag des C***** R***** auf Ablehnung aller Richter des Oberlandesgerichts Wien und insbesondere des Präsidenten des Oberlandesgerichts Wien den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Die Ablehnung des Präsidenten des Oberlandesgerichts Wien ist nicht zulässig.
Text
Gründe:
In seinem Delegierungsantrag lehnt der Beschwerdeführer alle Richter des Oberlandesgerichts Wien und insbesondere dessen Präsidenten ab. Es sei mit keinem fairen Verfahren zu rechnen.
Rechtliche Beurteilung
Über die Ausschließung des Präsidenten des Oberlandesgerichts hat der Präsident des übergeordneten Gerichtshofs und damit die Präsidentin des Obersten Gerichtshofs zu entscheiden (§ 45 Abs 1, § 44 Abs 2 StPO).Über die Ausschließung des Präsidenten des Oberlandesgerichts hat der Präsident des übergeordneten Gerichtshofs und damit die Präsidentin des Obersten Gerichtshofs zu entscheiden (Paragraph 45, Absatz eins,, Paragraph 44, Absatz 2, StPO).
Gemäß § 43 Abs 1 Z 3 StPO ist ein Richter vom gesamten Verfahren ausgeschlossen, wenn Gründe vorliegen, die geeignet sind, seine volle Unvoreingenommenheit und Unparteilichkeit in Zweifel zu ziehen. Ob dies der Fall ist, kann nur beurteilt werden, wenn konkrete Ablehnungsgründe gegen bestimmte Richter vorgebracht werden. Nicht näher konkretisierte Vorwürfe sind ebenso unzulässig wie Pauschalablehnungen.Gemäß Paragraph 43, Absatz eins, Ziffer 3, StPO ist ein Richter vom gesamten Verfahren ausgeschlossen, wenn Gründe vorliegen, die geeignet sind, seine volle Unvoreingenommenheit und Unparteilichkeit in Zweifel zu ziehen. Ob dies der Fall ist, kann nur beurteilt werden, wenn konkrete Ablehnungsgründe gegen bestimmte Richter vorgebracht werden. Nicht näher konkretisierte Vorwürfe sind ebenso unzulässig wie Pauschalablehnungen.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:2011:001PRA05132.11H.1024.000
Zuletzt aktualisiert am
24.11.2011
Dokumentnummer
JJT_20111024_OGH0002_001PRA05132_11H0000_000