Rechtssatz RS0010126
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0010126
Geschäftszahl
3Ob167/52; 2Ob873/53; 7Ob36/65; 6Ob600/82; 7Ob528/86; 5Ob36/10w; 4Ob115/24a
Entscheidungsdatum
11.04.2025
Rechtssatz
Die Nutzung eines Grundstückes durch Einsammeln von Streu und Bruchästen kann nicht zur Ersitzung des Eigentumsrechtes führen.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 167/52
Entscheidungstext OGH 26.03.1952 3 Ob 167/52
JBl 1952,591 = SZ 25/76
- 2 Ob 873/53
Entscheidungstext OGH 25.11.1953 2 Ob 873/53
- 7 Ob 36/65
Entscheidungstext OGH 07.04.1965 7 Ob 36/65
Beisatz: Auch nicht durch Zufahren, Abmähen und Düngen. (T1)
- 6 Ob 600/82
Entscheidungstext OGH 31.03.1982 6 Ob 600/82
- 7 Ob 528/86
Entscheidungstext OGH 03.04.1986 7 Ob 528/86
- 5 Ob 36/10w
Entscheidungstext OGH 27.05.2010 5 Ob 36/10w
Ähnlich; Beisatz: Die Besitzausübung muss die volle Zugehörigkeit der Sache zum Ausübenden sichtbar zum Ausdruck bringen. Typische Arten der Ausübung des Sachbesitzes an unbeweglichen Sachen sind das Betreten, Verrainen, Einzäunen, Bezeichnen oder Bearbeiten (§ 312 ABGB). (T2); Beisatz: Die Rechtsprechung nimmt bei geringer Bewirtschaftungsintensität in der Regel bloß die Ersitzung einer Grunddienstbarkeit an. (T3); Beisatz: Der mit der Nutzung als „Obstgarten“ ausgeübte Rechtsinhalt lässt sich noch nicht sinnfällig als Inanspruchnahme eines Rechts durch den Eigentümer bewerten, weil eine solche „Bewirtschaftung“ auch von einem Servituts‑ oder aufgrund eines Vertrags Nutzungsberechtigten vorgenommen werden kann. (T4)
- 4 Ob 115/24a
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 11.04.2025 4 Ob 115/24a
vgl; Beisatz: Hier: Ersitzung von Alleineigentum bejaht durch Pflanzung und Pflege bzw Nutzung von Kopfweidenbäumen. (T5)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0010126
Zuletzt aktualisiert am
12.05.2025
Dokumentnummer
JJR_19520326_OGH0002_0030OB00167_5200000_001