Rechtssatz RS0016897
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0016897
Entscheidungsdatum
19.05.2009
Rechtssatz
Bestimmungen in Vertragsformblättern über Finanzierungsleasingverträge, dass der Leasinggeber alle Leasingraten unter Aufrechterhaltung des Vertrages fälligstellen und gleichzeitig dem Leasingnehmer die Nutzung des Leasinggegenstandes entziehen kann, sind als den Leasingnehmer gröblich benachteiligend nichtig.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 626/85
Entscheidungstext OGH 16.09.1985 1 Ob 626/85
Veröff: SZ 58/144 = EvBl 1986/54 S 210 = RdW 1986,75
- 5 Ob 321/84
Entscheidungstext OGH 26.11.1985 5 Ob 321/84
Veröff: RdW 1986,76
- 6 Ob 528/84
Entscheidungstext OGH 03.04.1986 6 Ob 528/84
Auch; Beisatz: Nichtig ist nur die Vereinbarung einer den Leasingnehmer gröblich benachteiligenden Häufung der Rechtsfolgen, nicht wenn der Leasinggeber zur Anwendung dieser Rechtsfolgen wahlweise berechtigt ist. (T1) Veröff: RdW 1986,268
- 6 Ob 507/95
Entscheidungstext OGH 12.10.1995 6 Ob 507/95
Auch; Beisatz: Vertragsklausel in einem Mobilien-Leasingvertrag unter Unternehmern über die Überwälzung des Lieferrisikos auf den Leasingnehmer ist auch dann gröblich benachteiligend, wenn der Leasinggeber seine Käuferrechte auf Lieferung dem Leasingnehmer abtritt. (T2)
- 3 Ob 12/09z
Entscheidungstext OGH 19.05.2009 3 Ob 12/09z
Vgl; Beis wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0016897
Zuletzt aktualisiert am
13.11.2009
Dokumentnummer
JJR_19850916_OGH0002_0010OB00626_8500000_001