Rechtssatz RS0035153
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0035153
Geschäftszahl
2Ob31/50; 6Ob341/63; 1Ob22/67; 1Ob42/71; 7Ob717/87
Entscheidungsdatum
26.11.1987
Rechtssatz
Nicht das Erzbistum oder die Erzdiözese, noch die Finanzkammer, noch das erzbischöfliche Ordinariat genießt Rechtspersönlichkeit, sondern die römisch katholische Kirche in Österreich als eine öffentlich - rechtliche Körperschaft, vertreten durch ihre organisationsgemäßen Organe zB durch das erzbischöfliche Ordinariat.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 31/50
Entscheidungstext OGH 17.01.1950 2 Ob 31/50
Beisatz: Die Pfarrkirche (Fabriksgut) und die Pfarrpfründe sind voneinander verschiedene Rechtspersönlichkeiten (mit Erörterungen zur Frage der Rechtspersönlichkeit der einzelnen Kirchenvermögen). (T1); Veröff: SZ 23/5
GlRS VwGH vom 04.03.1953, Zl 148/51
Vgl;
- 6 Ob 341/63
Entscheidungstext OGH 08.01.1964 6 Ob 341/63
Gegenteilig; Beisatz: Die Diözese ist parteifähig und daher prozeßfähig. (T2) Veröff: SZ 37/3 = JBl 1964,260; Vgl hiezu: in der Konkordatsfrage - Verdroß, Jura novit curia? in JBl 1964,235 f
- 1 Ob 22/67
Entscheidungstext OGH 09.03.1967 1 Ob 22/67
Vgl; Beisatz: Bejahung der Parteifähigkeit der "römisch - katholischen Pfarrkirche R." (T3) Veröff: RZ 1967,128
- 1 Ob 42/71
Entscheidungstext OGH 25.02.1971 1 Ob 42/71
gegenteilig; Beisatz: Parteifähigkeit der römisch - katholischen Diözese; Vertretung durch den Generalvikar entspricht den kirchenrechtlichen Vorschriften. (T4)
- 7 Ob 717/87
Entscheidungstext OGH 26.11.1987 7 Ob 717/87
Gegenteilig; Beis wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0035153
Zuletzt aktualisiert am
27.03.2024
Dokumentnummer
JJR_19500117_OGH0002_0020OB00031_5000000_002