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Rechtssatz RS0036533×

Rechtssatz RS0036533

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0036533

Entscheidungsdatum

19.03.2025

Rechtssatz

Als unfähig, die Vertretung einer Partei fortzuführen, ist von seinem Tod abgesehen, nur ein Rechtsanwalt anzusehen, dessen Rechtsanwaltschaft im Sinne des Paragraph 34, Absatz eins, RAO erloschen ist oder dem die Ausübung der Rechtsanwaltschaft im Sinne des Paragraph 34, Absatz 2, RAO oder aus anderen Gründen eingestellt wurde. Durch eine Erkrankung eines Rechtsanwaltes tritt hingegen keine Unterbrechung des Verfahrens ein. Auch plötzliche Erkrankungen, die die Vertretung der Partei durch den Rechtsanwalt und die Bestellung eines Substituten unmöglich machen, sind nur als unvorhergesehene bzw unabwendbare Ereignisse zu betrachten, für die allein die Bestimmungen der Paragraphen 146, ff ZPO Platz greifen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 84/71
    Entscheidungstext OGH 15.04.1971 1 Ob 84/71
    Veröff: SZ 44/43 = EvBl 1972/44 S 73 = RZ 1971,175 = AnwBl 1974,113 (zustimmend Stölzle)
  • Bkd 72/85
    Entscheidungstext OGH 14.10.1985 Bkd 72/85
    Vgl auch; nur: Als unfähig, die Vertretung einer Partei fortzuführen, ist von seinem Tod abgesehen, nur ein Rechtsanwalt anzusehen, dessen Rechtsanwaltschaft im Sinne des § 34 Abs 1 RAO erloschen ist oder dem die Ausübung der Rechtsanwaltschaft im Sinne des § 34 Abs 2 RAO oder aus anderen Gründen eingestellt wurde. (T1)
  • 15 Os 163/01
    Entscheidungstext OGH 10.01.2002 15 Os 163/01
    Vgl auch; Beisatz: Die Erkrankung eines Verteidigers kann für sich allein genommen niemals Grund für eine Wiedereinsetzung sein. Nur dann, wenn zufolge der Krankheit die Dispositionsfähigkeit des Verteidigers ausgeschlossen wird, wenn also zufolge der Krankheit nicht einmal mehr für eine Stellvertretung gesorgt werden konnte, stellt diese ein Ereignis iSd § 364 Abs 1 Z 1 StPO dar, aufgrund dessen es unmöglich wäre, die versäumte Frist einzuhalten. (T2)
  • 2 Ob 163/07w
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 163/07w
    nur T1; Beisatz: Die Unterbrechung des Verfahrens tritt mit dem Erlöschen der Befugnis ex lege ein und ist von Amts wegen zu berücksichtigen. Dies gilt allerdings nur in jenen Fällen, in denen die gesetzliche Pflicht zur Vertretung durch einen Rechtsanwalt oder Notar besteht. Verfahren mit relativer Vertretungspflicht und solche ohne Vertretungspflicht werden hingegen nicht unterbrochen. (T3); Veröff: SZ 2008/23
  • 5 Ob 132/12s
    Entscheidungstext OGH 05.09.2012 5 Ob 132/12s
    Vgl; Beis wie T3
  • 1 Ob 221/17g
    Entscheidungstext OGH 15.12.2017 1 Ob 221/17g
    Vgl; nur T1; Beis wie T3
  • 6 Ob 139/21s
    Entscheidungstext OGH 02.02.2022 6 Ob 139/21s
    Vgl; nur T1; Beis wie T3
  • 8 Ob 13/23d
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.02.2023 8 Ob 13/23d
    vgl; Beisatz: Wird in einem Disziplinarverfahren die Ausübung der Rechtsanwaltschaft untersagt, folgt das Ruhen der Berufsberechtigung ex lege als automatische Konsequenz dieser Entscheidung im Disziplinarverfahren. (T4)
  • 7 Ob 108/24v
    Entscheidungstext OGH 28.08.2024 7 Ob 108/24v
    vgl; nur T1; Beisatz nur wie T3
  • 9 Ob 23/25k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.03.2025 9 Ob 23/25k
    Beisatz wie T3

Schlagworte

Unterbrechung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0036533

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.04.2025

Dokumentnummer

JJR_19710415_OGH0002_0010OB00084_7100000_001