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Rechtssatz RS0036662

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0036662

Geschäftszahl

2Ob555/58; 1Ob93/72

Entscheidungsdatum

05.05.1972

Rechtssatz

Die Vorschrift des Paragraph 320, Ziffer 3, ZPO bedeutet ein Verbot der Vernehmung von Staatsbeamten als Zeugen, wenn die durch ihre Aussage das ihnen obliegende Amtsgeheimnis verletzen würden, insoferne sie der Pflicht zur Geheimhaltung nicht durch ihre Vorgesetzten entbunden sind. Da im österreichischen Zivilprozeß für die Beweisaufnahme der Grundsatz des Richterbetriebes gilt, muß das Prozeßgericht, das die Vernehmung von Staatsbeamten als Zeugen beschlossen hat, die Tagsatzung erstrecken, um die Frage zu klären, ob die Dienstvorgesetzten der Zeugen dieselben von der Pflicht zur Geheimhaltung entbinden werden oder nicht, soferne dem Gerichte diesbezüglich der Bescheid der Dienstvorgesetzten dieser Zeugen noch nicht bekannt ist.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 555/58
    Entscheidungstext OGH 25.03.1959 2 Ob 555/58
  • 1 Ob 93/72
    Entscheidungstext OGH 05.05.1972 1 Ob 93/72
    Veröff: EvBl 1972/336 S 632 = SZ 45/56

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0036662

Im RIS seit

25.03.1959

Zuletzt aktualisiert am

22.11.2023

Dokumentnummer

JJR_19590325_OGH0002_0020OB00555_5800000_001