Rechtssatz RS0036811
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0036811
Entscheidungsdatum
27.07.2011
Rechtssatz
Der Parteienvertreter darf sohin nicht auffallend sorglos gehandelt haben (EvBl 1987/94 ua), indem er die im Verkehr mit Gerichten und für die Einhaltung von Terminen und Fristen erforderliche und ihm zumutbare Sorgfalt außer Acht gelassen hat.
Entscheidungstexte
- 9 ObA 259/90
Entscheidungstext OGH 07.11.1990 9 ObA 259/90
Veröff: AnwBl 1991,110 = RZ 1991/54 S 172
- 9 ObA 357/97h
Entscheidungstext OGH 05.11.1997 9 ObA 357/97h
Auch; Beisatz: Das Versäumungsurteil ungelesen abzulegen, ohne mit dem Beklagten Rücksprache wegen der Zustellung des Versäumungsurteils und des damit in Gang gesetzten Fristenlaufes zu halten, muß nach dem Maßstab, der an einen berufsmäßigen Parteienvertreter anzulegen ist, als auffallend sorgloses Verhalten gewertet werden. (T1)
- 9 ObA 9/00i
Entscheidungstext OGH 26.04.2000 9 ObA 9/00i
- 9 ObA 79/04i
Entscheidungstext OGH 11.01.2005 9 ObA 79/04i
Vgl; Beisatz: Ein bloß minderer Grad des Versehens liegt nicht mehr vor, wenn die Partei die im Verkehr mit Gerichten und für die Einhaltung von Terminen und Fristen erforderliche und ihr zumutbare Sorgfalt außer Acht lässt. (T2)
- 9 ObA 40/11i
Entscheidungstext OGH 27.07.2011 9 ObA 40/11i
Auch; Beis wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0036811
Zuletzt aktualisiert am
03.04.2012
Dokumentnummer
JJR_19901107_OGH0002_009OBA00259_9000000_003