Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0038343×

Rechtssatz RS0038343

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0038343

Entscheidungsdatum

29.11.2017

Norm

ABGB §879 CIIo1
ABGB §1152 D
BPG §18
GleichbehandlungsG allg

Rechtssatz

Die Betriebsparteien sind schon vor Inkrafttreten des GleichbehandlungsG sowie des BPG zufolge ihrer mittelbaren Bindung an den verfassungsrechtlichen Gleichheitssatz verpflichtet gewesen, die sachlich nicht (mehr) gerechtfertigte Differenzierung in der Ausgestaltung der Versorgung der Hinterbliebenen männlich und weiblicher Dienstnehmer zu beseitigen. Da die Berufung auf den Verstoß gegen die guten Sitten nicht nur bewirken kann, dass ein "an sich" gegebenes Recht ignoriert, sondern auch, da "an sich" nicht bestehende Recht zuerkannt werden, ist entsprechend dem Schutzzweck der verletzen Norm eine das Gleichheitsgebot nicht verletzende Hinterbliebenenpension zuzuerkennen.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 133/93
    Entscheidungstext OGH 11.08.1993 9 ObA 133/93
  • 8 ObA 50/06w
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 8 ObA 50/06w
    Vgl; Beisatz: § 18 Abs 1 BPG wird grundsätzlich als Ausformulierung des allgemeinen arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes verstanden. (T1)
  • 8 ObA 29/17y
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 8 ObA 29/17y
    Auch; Beis wie T1

Schlagworte

Arbeitnehmer

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0038343

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.02.2018

Dokumentnummer

JJR_19930811_OGH0002_009OBA00133_9300000_001