Rechtssatz RS0039360
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0039360
Geschäftszahl
2Ob251/75; 5Ob523/76; 1Ob633/81; 1Ob36/81; 7Ob724/81; 6Ob517/84; 1Ob131/99t; 3Ob195/07h
Entscheidungsdatum
27.11.2007
Rechtssatz
Verhandelt und entscheidet das Berufungsgericht über eine im Berufungsverfahren geänderte bzw auch bloß veränderte Klage, liegt ein Verstoß gegen zwingende Vorschriften der Prozessgesetze, der rückwirkend auch bei der Prüfung der materiellen Schlüssigkeit des geänderten Begehrens bzw der geänderten Klage in den Kognitionsbereich des Revisionsgerichtes fällt, vor. Der Revisionsgericht hat die Sache so zu beurteilen, als ob die Klagsänderung oder Klagsveränderung im Berufungsverfahren nicht erfolgt wäre.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 251/75
Entscheidungstext OGH 08.01.1976 2 Ob 251/75
Veröff: RZ 1976/70 S 116 = JBl 1976,545 = SZ 49/2
- 5 Ob 523/76
Entscheidungstext OGH 02.03.1976 5 Ob 523/76
Beisatz: Ein solcher Verstoß des Berufungsgerichtes bewirkt nicht Nichtigkeit, sondern einen Verfahrensmangel. (T1)
- 1 Ob 633/81
Entscheidungstext OGH 16.09.1981 1 Ob 633/81
- 1 Ob 36/81
Entscheidungstext OGH 16.09.1981 1 Ob 36/81
- 7 Ob 724/81
Entscheidungstext OGH 15.04.1982 7 Ob 724/81
- 6 Ob 517/84
Entscheidungstext OGH 08.03.1984 6 Ob 517/84
Gegenteilig; Beisatz: Ist dieser Verfahrensmangel jedoch im Revisionsverfahren nicht gerügt worden, kann er vom OGH nicht von Amts wegen aufgegriffen werden. (T2) Veröff: ImmZ 1985,130
- 1 Ob 131/99t
Entscheidungstext OGH 23.11.1999 1 Ob 131/99t
- 3 Ob 195/07h
Entscheidungstext OGH 27.11.2007 3 Ob 195/07h
Vgl aber; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Ist dieser Verfahrensmangel ungerügt geblieben, so ist das geänderte Klagebegehren der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu Grunde zu legen. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0039360
Zuletzt aktualisiert am
29.10.2013
Dokumentnummer
JJR_19760108_OGH0002_0020OB00251_7500000_001