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Rechtssatz RS0040965×

Rechtssatz RS0040965

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0040965

Geschäftszahl

3Ob108/71; 6Ob752/77; 1Ob606/95; 2Ob138/10y

Entscheidungsdatum

03.03.2011

Rechtssatz

Im Fall der Säumnis des Beklagten ist der Kläger nicht auf sein Vorbringen in der Klage beschränkt, sondern darf auch noch in der ersten Tagsatzung weitere Tatsachen vortragen, die bisher vorgebrachten Behauptungen ergänzen und richtigstellen. Er darf nur den Gegenstand des Rechtsstreites nicht ändern und sein Klagebegehren nicht erweitern. Klageverbesserungen im Sinne des Paragraph 235, Absatz 4, ZPO sind dagegen zulässig. Urteilsgrundlage ist nicht nur die Klageschrift, sondern auch das mündliche Vorbringen des Klägers in tatsächlicher Beziehung, mag es auch über die Klageschrift hinausgehen (Fasching römisch drei S 619, Sperl S 491, Neumann römisch zwei S 1132, Petschek - Stagel S 344, Wolff S 192).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 108/71
    Entscheidungstext OGH 06.10.1971 3 Ob 108/71
    Veröff: SZ 44/155 = EvBl 1972/27 S 48
  • 6 Ob 752/77
    Entscheidungstext OGH 10.11.1977 6 Ob 752/77
  • 1 Ob 606/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 606/95
    Auch
  • 2 Ob 138/10y
    Entscheidungstext OGH 03.03.2011 2 Ob 138/10y
    Auch; Beisatz: Hier: Den beklagten Parteien war der Schriftsatz mit ergänzenden Vorbringen der Klägerin bereits vor der betreffenden Tagsatzung übermittelt worden. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0040965

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.05.2011

Dokumentnummer

JJR_19711006_OGH0002_0030OB00108_7100000_001