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Rechtssatz RS0043773×

Rechtssatz RS0043773

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0043773

Geschäftszahl

3Ob34/72; 8Ob623/84; 3Ob1001/91 (3Ob1002/91 -3Ob1007/91); 3Ob5/16f; 3Ob138/17s

Entscheidungsdatum

20.09.2017

Rechtssatz

Bei der Prüfung, ob die Beschwer und damit die Voraussetzung für die Zulässigkeit des Rechtsmittels gegeben ist, muß entweder vom Inhalt der angefochtenen Entscheidung oder - soweit ein solcher vorliegt - vom Antrag (des Rechtsmittelwerbers) und vom Inhalt der hierüber getroffenen angefochtenen Entscheidung ausgegangen werden. Im erstgenannten Fall liegt die Beschwer dann vor, wenn die Entscheidung, nach objektiven Gesichtspunkten betrachtet und ohne Überprüfung der sachlichen Einwände des Rechtsmittelwerbers, für diesen auch nur durch eine ihrer Rechtswirkungen nachteilig ist ("materielle Beschwer", Fasching römisch vier S 15 f). Die Prüfung, ob die Beschwer nach diesen Grundsätzen gegeben ist, muß das Rechtsmittelgericht stets vom Amts wegen vornehmen. Der Rechtsmittelwerber muß das Vorliegen dieser Voraussetzung für die Zulässigkeit seines Rechtsmittels daher weder behaupten noch bescheinigen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 34/72
    Entscheidungstext OGH 16.03.1972 3 Ob 34/72
  • 8 Ob 623/84
    Entscheidungstext OGH 08.11.1984 8 Ob 623/84
    Auch
  • 3 Ob 1001/91
    Entscheidungstext OGH 27.02.1991 3 Ob 1001/91
    nur: Die Prüfung, ob die Beschwer gegeben ist, muß das Rechtsmittelgericht stets vom Amts wegen vornehmen. (T1)
  • 3 Ob 5/16f
    Entscheidungstext OGH 18.05.2016 3 Ob 5/16f
    Vgl
  • 3 Ob 138/17s
    Entscheidungstext OGH 20.09.2017 3 Ob 138/17s
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0043773

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.11.2017

Dokumentnummer

JJR_19720316_OGH0002_0030OB00034_7200000_002