Rechtssatz RS0044018
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0044018
Entscheidungsdatum
26.03.2026
Rechtssatz
Das Rekursgericht darf von den tatsächlichen Feststellungen des Erstgerichts grundsätzlich nicht abgehen. Es ist jedoch dazu berechtigt, wenn das Erstgericht ohne mündliche Verhandlung entschieden und seine tatsächlichen Feststellungen nur auf Grund von Urkunden oder nur mittelbar aufgenommener Beweise getroffen hat. Der OGH ist in jedem Falle an die tatsächlichen Feststellungen des Rekursgerichtes gebunden.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 104/49
Entscheidungstext OGH 28.03.1949 1 Ob 104/49
Veröff: SZ 22/40
- 2 Ob 1004/53
Entscheidungstext OGH 08.01.1954 2 Ob 1004/53
- 7 Ob 367/55
Entscheidungstext OGH 31.08.1955 7 Ob 367/55
- 2 Ob 303/50
Entscheidungstext OGH 05.05.1950 2 Ob 303/50
nur: Das Rekursgericht darf von den tatsächlichen Feststellungen des Erstgerichts grundsätzlich nicht abgehen. Es ist jedoch dazu berechtigt, wenn das Erstgericht ohne mündliche Verhandlung entschieden und seine tatsächlichen Feststellungen nur auf Grund von Urkunden oder nur mittelbar aufgenommener Beweise getroffen hat. (T1)
- 5 Ob 164/62
Entscheidungstext OGH 30.08.1962 5 Ob 164/62
- 3 Ob 86/68
Entscheidungstext OGH 02.10.1968 3 Ob 86/68
Beisatz: Hier: Verfahren nach § 57 ZPO. (T2)
- 8 Ob 25/73
Entscheidungstext OGH 20.02.1973 8 Ob 25/73
nur: Der OGH ist in jedem Falle an die tatsächlichen Feststellungen des Rekursgerichtes gebunden. (T3)
- 7 Ob 109/73
Entscheidungstext OGH 17.05.1973 7 Ob 109/73
Vgl; Beisatz: Hat der Erstrichter den Inhalt einer bereits ihm vorliegenden Urkunde unrichtig dargestellt, ist das Rekursgericht berechtigt, die aktenwidrige oder rechtsirrige Annahme durch die richtige, der Aktenlage entsprechende Feststellung zu ersetzten, zumal die Parteifähigkeit von Amts wegen zu prüfen ist. (T4)
- 6 Ob 2/75
Entscheidungstext OGH 30.01.1975 6 Ob 2/75
nur T3
- 1 Ob 788/79
Entscheidungstext OGH 16.01.1980 1 Ob 788/79
nur T1; Veröff: SZ 53/3 = RZ 1981/26 S 108
- 5 Ob 68/98f
Entscheidungstext OGH 10.03.1998 5 Ob 68/98f
Vgl auch
- 1 Ob 6/01s
Entscheidungstext OGH Verstärkter Senat 18.12.2001 1 Ob 6/01s
Verstärkter Senat; Auch; Beisatz: Zumindest im streitigen Verfahren kann das Rekursgericht, auch wenn die Erhebungen von Amts wegen zu führen sind und das Neuerungsverbot des § 482 ZPO durchbrochen ist, grundsätzlich von den tatsächlichen Feststellungen des Erstgerichts - hat dieses die Beweise unmittelbar aufgenommen - nicht abgehen. (T5)
Veröff: SZ 74/200
- 9 Ob 22/06k
Entscheidungstext OGH 29.03.2006 9 Ob 22/06k
Beis wie T5; Beisatz: Da das Erstgericht seine Feststellungen nicht nur auf Urkunden, sondern auch auf die Einvernahme von Auskunftspersonen gestützt hat, konnte das Rekursgericht von diesen Feststellungen auch nicht abweichen. (T6)
- 2 Ob 29/07i
Entscheidungstext OGH 14.06.2007 2 Ob 29/07i
Beis wie T6
- 8 ObA 38/13s
Entscheidungstext OGH 27.02.2014 8 ObA 38/13s
Auch
- 7 Ob 104/15t
Entscheidungstext OGH 29.07.2015 7 Ob 104/15t
Auch
- 4 Ob 232/15v
Entscheidungstext OGH 30.03.2016 4 Ob 232/15v
Auch; Beis wie T6
- 3 Ob 90/16f
Entscheidungstext OGH 14.06.2016 3 Ob 90/16f
Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
- 1 Ob 119/16f
Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 119/16f
nur T3
- 7 Ob 211/21m
Entscheidungstext OGH 16.02.2022 7 Ob 211/21m
Vgl
- 3 Ob 31/24s
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.05.2024 3 Ob 31/24s
Beisatz wie T5; Beisatz wie T6
- 6 Ob 133/25i
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.01.2026 6 Ob 133/25i
Beisatz wie T6
- 4 Ob 76/25t
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.03.2026 4 Ob 76/25t
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1949:RS0044018
Zuletzt aktualisiert am
30.07.2026
Dokumentnummer
JJR_19490323_OGH0002_0010OB00104_4900000_001