Rechtssatz RS0045636
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0045636
Entscheidungsdatum
27.09.2016
Norm
JN §1 CVIII
JN §1 CXXI
Tir GemeindeabgabenG 1935 §30 Abs3
WRG §36
Rechtssatz
Der Gesetzgeber entscheidet, ob ein Bereich der Daseinsvorsorge (hier: Wasserversorgung) hoheitlich oder im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung zu vollziehen ist. Dem Gesetzgeber steht es frei, einen Teil der Materie etwa durch Anordnung des Anschlußzwanges hoheitlich zu regeln, einen anderen wie den freiwilligen Anschluß dem Privatrecht zu unterstellen.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 47/91
Entscheidungstext OGH 29.01.1992 1 Ob 47/91
Veröff: EvBl 1992/105 S 452
- 1 Ob 98/16t
Entscheidungstext OGH 27.09.2016 1 Ob 98/16t
Auch; Beisatz: Das Gesetz muss die Befugnis der Gemeinde zur hoheitlichen Entgeltvorschreibung deutlich erkennbar einräumen. (T1)
Beisatz: Hier: Wasserbezugsentgelte nach dem WLVG 2007 (Gesetz über den Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland, LGBl 2007/73); hier privatrechtlicher Natur. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0045636
Zuletzt aktualisiert am
25.10.2016
Dokumentnummer
JJR_19920129_OGH0002_0010OB00047_9100000_001