Rechtssatz RS0055138
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0055138
Geschäftszahl
Bkd83/58; Bkd26/56; Bkd35/68; Bkd14/82; Bkd68/82; 26Os2/16p
Entscheidungsdatum
06.12.2016
Rechtssatz
Der Rechtsanwalt haftet für sein Kanzleipersonal nur für Verschulden bei der Auswahl oder bei Fehlen der nötigen und zumutbaren Überwachung.
Entscheidungstexte
- Bkd 83/58
Entscheidungstext OGH 27.11.1958 Bkd 83/58
Veröff: AnwBl 1959,33
- Bkd 26/56
Entscheidungstext OGH 21.02.1957 Bkd 26/56
Auch
- Bkd 35/68
Entscheidungstext OGH 21.10.1968 Bkd 35/68
- Bkd 14/82
Entscheidungstext OGH 17.05.1982 Bkd 14/82
Vgl; Beisatz: Es kann von einem Rechtsanwalt nicht verlangt werden, daß er persönlich die routinemäßigen Kanzleiarbeiten mehr als stichprobenweise prüft. (T1) Veröff: AnwBl 1983,397
- Bkd 68/82
Entscheidungstext OGH 14.03.1983 Bkd 68/82
Vgl; Beisatz. Der Rechtsanwalt ist verpflichtet, regelmäßig und genau die Oberaufsicht über alle Agenden zu führen und den Kanzleibetrieb von vornherein so zu organisieren, daß Fehlleistungen seiner Angestellten nach Möglichkeit innerhalb kürzester Frist entdeckt und behoben werden. (T2)
- 26 Os 2/16p
Entscheidungstext OGH 06.12.2016 26 Os 2/16p
Auch; Beisatz: Das Verfassen von Exekutionsanträgen und der damit zusammenhängenden Korrespondenz mit dem Schuldner gehört zu den routinemäßigen Kanzleiarbeiten, deren lückenlose Überprüfung dem Rechtsanwalt nicht abverlangt wird. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0055138
Zuletzt aktualisiert am
22.03.2017
Dokumentnummer
JJR_19581127_OGH0002_000BKD00083_5800000_001