Rechtssatz RS0055939
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0055939
Geschäftszahl
Bkd56/80; Bkd125/84; Bkd96/85; 9Bkd4/07; 24Os5/15p; 21Ds6/24f
Entscheidungsdatum
29.04.2025
Rechtssatz
Ein Anwalt ist verpflichtet, seinen Klienten über den Fortgang einer ihm übertragenen Causa wahrheitsgemäße Auskünfte zu erteilen. Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach und gebraucht wahrheitswidrige Ausflüchte, um sein Versehen zu verschleiern, so verstößt er gegen die Berufspflicht und beeinträchtigt Ehre und Ansehen des Standes.
Entscheidungstexte
- Bkd 56/80
Entscheidungstext OGH 19.01.1981 Bkd 56/80
- Bkd 125/84
Entscheidungstext OGH 25.03.1985 Bkd 125/84
Vgl auch
- Bkd 96/85
Entscheidungstext OGH 10.03.1986 Bkd 96/85
Vgl auch; Beisatz: Die Verletzung der Berichtspflicht (hier im Fall des § 60 (Abs 5 lit a) KFG, Art 8 Abs 1 Z 3 AKHB gegenüber dem Versicherten) stellt eine Berufspflichtenverletzung und eine Beeinträchtigung von Ehre und Ansehen des Standes dar. (T1)
Veröff: AnwBl 1987,19
- 9 Bkd 4/07
Entscheidungstext OGH 02.06.2008 9 Bkd 4/07
Auch; Beisatz: Eine Verletzung der Berichtspflicht stellt es insbesondere dar, wenn der Klient durch Zufall oder über eigenes Betreiben vom Gericht erfahren muss, dass sein Verfahren bereits beendet ist. (T2)
- 24 Os 5/15p
Entscheidungstext OGH 25.11.2015 24 Os 5/15p
Auch
- 21 Ds 6/24f
Entscheidungstext OGH 29.04.2025 21 Ds 6/24f
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0055939
Zuletzt aktualisiert am
20.06.2025
Dokumentnummer
JJR_19810119_OGH0002_000BKD00056_8000000_001