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Rechtssatz RS0058859

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0058859

Geschäftszahl

1Ob39/74; 6Ob526/80; 1Ob795/82

Entscheidungsdatum

24.01.1983

Norm

EntmO §1

Rechtssatz

Die Unterscheidung von Geisteskrankheit und Geistesschwäche bezeichnet nicht verschiedene Grade, sondern nur verschiedene Erscheinungsformen geistiger Insuffizienz, bezieht sich nicht auf ein verschiedenes Maß der Schutzwürdigkeit und keine juristische, sondern eine medizinische Unterscheidung (Handl, Die österreichische EntmO, 41). Sie ist für das österreichische Recht bedeutungslos (Sternberg, EntmO römisch eins 40). Maßgeblich ist nur, ob eine Geisteskrankheit oder eine Geistesschwäche einer bestimmten Person so entwickelt ist, daß diese zur gehörigen Besorgung ihrer Angelegenheiten eines Kurators oder Beistandes bedarf.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 39/74
    Entscheidungstext OGH 13.03.1974 1 Ob 39/74
    Veröff: EvBl 1974/214 S 465
  • 6 Ob 526/80
    Entscheidungstext OGH 13.02.1980 6 Ob 526/80
    Vgl auch
  • 1 Ob 795/82
    Entscheidungstext OGH 24.01.1983 1 Ob 795/82
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0058859

Dokumentnummer

JJR_19740313_OGH0002_0010OB00039_7400000_001