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Rechtssatz RS0063894×

Rechtssatz RS0063894

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0063894

Entscheidungsdatum

19.12.2012

Rechtssatz

Paragraph 4, Absatz eins, KO muss dahin verstanden werden, dass in dem Falle, als ein Gemeinschuldner vor der Konkurseröffnung eine ihm angefallene Erbschaft allein oder in Gemeinschaft mit Miterben angetreten (die Erbserklärung abgegeben) hat, dem Masseverwalter auch das Recht zusteht, nach der Konkurseröffnung anstelle des Gemeinschuldners dessen Rechte aus dem Erbanfall zu vertreten, und zwar unter Ausschluss des Gemeinschuldners. Der Masseverwalter ist auf Grund der bereits vom Gemeinschuldner abgegebenen Erbserklärung dazu legitimiert, auch die noch nicht eingeantwortete Verlassenschaft allein oder in Gemeinschaft mit den erbserklärten Miterben zu vertreten, dies auch dann, wenn ein Verlassenschaftsgläubiger auf ein zur Verlassenschaft gehöriges Vermögensstück Exekution führt.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 101/65
    Entscheidungstext OGH 30.06.1965 3 Ob 101/65
    Veröff: SZ 38/110 = EvBl 1965/429 S 635 = JBl 1966,94
  • 5 Ob 249/07i
    Entscheidungstext OGH 08.01.2008 5 Ob 249/07i
    Vgl auch; Veröff: SZ 2008/2
  • 7 Ob 182/12h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 182/12h
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0063894

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.03.2013

Dokumentnummer

JJR_19650630_OGH0002_0030OB00101_6500000_001