Rechtssatz RS0067559
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0067559
Geschäftszahl
3Ob392/59; 6Ob89/60; 6Ob297/65; 1Ob536/76; 3Ob505/84; 3Ob186/17z
Entscheidungsdatum
24.01.2018
Rechtssatz
Hat ein Mieter eine strafbare Handlung gesetzt, deren Geltendmachung als Kündigungsgrund nach § 19 Abs 2 Z 3 MG vom Vermieter beabsichtigt ist, so kann es dem Vermieter wegen der Bindung des Zivilrichters an ein rechtskräftig verurteilendes Erkenntnis des Strafgerichtes gemäß § 268 ZPO grundsätzlich nicht verwehrt werden, zunächst das Ergebnis des Strafverfahrens abzuwarten und dann erst die Kündigung einzubringen.Hat ein Mieter eine strafbare Handlung gesetzt, deren Geltendmachung als Kündigungsgrund nach Paragraph 19, Absatz 2, Ziffer 3, MG vom Vermieter beabsichtigt ist, so kann es dem Vermieter wegen der Bindung des Zivilrichters an ein rechtskräftig verurteilendes Erkenntnis des Strafgerichtes gemäß Paragraph 268, ZPO grundsätzlich nicht verwehrt werden, zunächst das Ergebnis des Strafverfahrens abzuwarten und dann erst die Kündigung einzubringen.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 392/59
Entscheidungstext OGH 30.09.1959 3 Ob 392/59
Veröff: EvBl 1959/359 S 602 JBl 1960,51 = HBZ 1960/3 S 2 (dort falsch mit 3 Ob 302/59 zitiert) = ImmZ 1960,107
- 6 Ob 89/60
Entscheidungstext OGH 09.03.1960 6 Ob 89/60
Auch; Veröff: JBl 1960,495 = ImmZ 1960,357
- 6 Ob 297/65
Entscheidungstext OGH 17.11.1965 6 Ob 297/65
Veröff: MietSlg 17377
- 1 Ob 536/76
Entscheidungstext OGH 25.02.1976 1 Ob 536/76
- 3 Ob 505/84
Entscheidungstext OGH 23.05.1984 3 Ob 505/84
Vgl auch; Beisatz: Hier: Leugnen des Beklagten im ersten Kündigungsverfahren wie im Strafverfahren ein Verhalten im Sinne des § 120 StGB. (T1)
- 3 Ob 186/17z
Entscheidungstext OGH 24.01.2018 3 Ob 186/17z
Beisatz: Das gilt auch nach Aufhebung des § 268 ZPO. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0067559
Zuletzt aktualisiert am
23.03.2018
Dokumentnummer
JJR_19590930_OGH0002_0030OB00392_5900000_001