Rechtssatz RS0071963
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0071963
Geschäftszahl
10Os106/69; 10Bkd4/94; 20Ds4/20y
Entscheidungsdatum
14.07.2020
Rechtssatz
Ein Vorbringen in einem Schriftsatz durch einen Parteienvertreter stellt nur dann den Tatbestand einer Ehrenbeleidigung dar, wenn es nicht durch eine dem Parteienvertreter glaubwürdig erscheinende Information gedeckt ist, insbesondere aber, wenn es wieder besseres Wissen erfolgt.
Entscheidungstexte
- 10 Os 106/69
Entscheidungstext OGH 17.06.1969 10 Os 106/69
Veröff: EvBl 1970/70 S 104 = SSt 40/36
- 10 Bkd 4/94
Entscheidungstext OGH 26.09.1994 10 Bkd 4/94
Vgl auch; Beisatz: Ein Rechtsanwalt ist für ein beleidigendes Prozessvorbringen nur dann strafrechtlich nicht verantwortlich, wenn es in abstracto prozessdienlich sein kann und durch eine dem Rechtsanwalt glaubwürdig erscheinende Information gedeckt ist (OGH 17.06.1969, EvBl 1970/70). Nur dann erfüllt er eine Rechtspflicht im Sinne des § 114 StGB. (T1)
- 20 Ds 4/20y
Entscheidungstext OGH 14.07.2020 20 Ds 4/20y
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0071963
Zuletzt aktualisiert am
16.11.2020
Dokumentnummer
JJR_19690617_OGH0002_0100OS00106_6900000_001