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Rechtssatz RS0072006

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0072006

Geschäftszahl

10Os57/79 (10Os58/79); 10Os156/83

Entscheidungsdatum

15.11.1983

Norm

PresseG §24 Abs2 Z3
PresseG §24 Abs2 Z4
StGB §9

Rechtssatz

Paragraph 24, Absatz 2, Ziffer 4, PresseG (als Möglichkeit, den Redakteur trotz eines entschuldbaren Rechtsirrtums schuldig zu sprechen) ist seit dem Außerkrafttreten der Paragraphen 3, , 233 StG und dem Wirksamkeitsbeginn des Paragraph 9, StGB nicht mehr anwendbar. Dennoch ist, wenn das Entgegnungsbegehren objektiv zur Gänze gerechtfertigt und der verantwortliche Redakteur trotz der grundlosen Verweigerung der Veröffentlichung (Paragraph 24, Absatz 2, Ziffer 3, PresseG) nur deswegen freizusprechen ist, weil er die Tat aus einem ihm nicht vorzuwerfenden Rechtsirrtum (Paragraph 9, Absatz eins, StGB) über das Fehlen einer Entgegnungsvoraussetzung (Paragraph 23, Absatz eins, PresseG) begangen hat, in insoweit zulässiger vergleiche EvBl 1980,65) analoger Anwendung des Paragraph 24, Absatz 3, StGB auf Veröffentlichung der Entgegnung zu erkennen.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 57/79
    Entscheidungstext OGH 13.05.1980 10 Os 57/79
    Veröff: EvBl 1980/221 S 665
  • 10 Os 156/83
    Entscheidungstext OGH 15.11.1983 10 Os 156/83
    nur: § 24 Abs 2 Z 4 PresseG (als Möglichkeit, den Redakteur trotz eines entschuldbaren Rechtsirrtums schuldig zu sprechen) ist seit dem Außerkrafttreten der §§ 3 , 233 StG und dem Wirksamkeitsbeginn des § 9 StGB nicht mehr anwendbar. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0072006

Dokumentnummer

JJR_19800513_OGH0002_0100OS00057_7900000_001