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Rechtssatz RS0074617×

Rechtssatz RS0074617

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0074617

Geschäftszahl

2Ob250/66; 2Ob361/69; 2Ob52/73; 2Ob37/76; 8Ob36/76; 2Ob250/76; 8Ob41/79; 8Ob158/81; 2Ob84/82; 2Ob172/83; 2Ob70/98b

Entscheidungsdatum

19.03.1998

Rechtssatz

Bei der Beurteilung der Frage, ob ein Verstoß gegen Paragraph 19, Absatz 7, StVO vorliegt, können die besonderen örtlichen, vor allem die Sichtverhältnisse, nicht außer Betracht bleiben. Bei strenger wörtlicher Auslegung dieser Bestimmung würde ansonsten oft überhaupt keine Einfahrmöglichkeit bestehen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 250/66
    Entscheidungstext OGH 22.09.1966 2 Ob 250/66
  • 2 Ob 361/69
    Entscheidungstext OGH 11.12.1969 2 Ob 361/69
    Veröff: ZVR 1970/167 S 231
  • 2 Ob 52/73
    Entscheidungstext OGH 12.04.1973 2 Ob 52/73
  • 2 Ob 37/76
    Entscheidungstext OGH 12.03.1976 2 Ob 37/76
    Vgl auch; Veröff: ZVR 1977/36 S 44
  • 8 Ob 36/76
    Entscheidungstext OGH 07.04.1976 8 Ob 36/76
  • 2 Ob 250/76
    Entscheidungstext OGH 25.11.1976 2 Ob 250/76
  • 8 Ob 41/79
    Entscheidungstext OGH 10.05.1979 8 Ob 41/79
    Veröff: ZVR 1980/132 S 144
  • 8 Ob 158/81
    Entscheidungstext OGH 02.07.1981 8 Ob 158/81
  • 2 Ob 84/82
    Entscheidungstext OGH 20.04.1982 2 Ob 84/82
    Auch
  • 2 Ob 172/83
    Entscheidungstext OGH 13.09.1983 2 Ob 172/83
    Auch
  • 2 Ob 70/98b
    Entscheidungstext OGH 19.03.1998 2 Ob 70/98b
    Vgl aber; Beisatz: Die in der Entscheidung ZVR 1977/36 vertretene Ansicht, es liege keine Vorrangverletzung vor, wenn das Fahrzeug im Fließverkehr nicht rechtzeitig wahrgenommen werden könne, kann in dieser allgemeinen Form nicht aufrechterhalten werden. Vielmehr muß äußerst langsam, schrittweise und, wenn notwendig, in mehreren Etappen in die bevorrangte Verkehrsfläche eingefahren werden, wenn die Fahrbahn der bevorrangten Straße nicht in jenem Ausmaß überblickt werden kann, das erforderlich ist, um mit Sicherheit beurteilen zu können, daß durch das Einfahren in die bevorrangte Verkehrsfläche keine Fahrzeuge, die dort herankommen könnten, behindert werden. Schon ein langsames Einfahren in einem Zug bedeutet bei besonders schlechten Sichtverhältnissen eine Vorrangverletzung. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0074617

Dokumentnummer

JJR_19660922_OGH0002_0020OB00250_6600000_001