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Rechtssatz RS0074619×

Rechtssatz RS0074619

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0074619

Geschäftszahl

1Ob709/86; 1Ob24/87

Entscheidungsdatum

02.09.1987

Rechtssatz

Eine gerichtliche Haftverfügung wird in den Fällen des Artikel 5, Absatz eins, Litera e, MRK von der MRK nicht gefordert; Artikel 5, Absatz eins, verweist vielmehr auf das innerstaatliche Recht. Die Zuordnung entsprechender Ermächtigungen zum Justizrecht oder Verwaltungsrecht bleibt der staatlichen Rechtsordnung überlassen. Geht die Freiheitsbeschränkung von einem Verwaltungsorgan aus, hat der Betroffene gemäß Artikel 5, Absatz 4, MRK das Recht, deren Rechtmäßigkeit durch ein Gericht überprüfen zu lassen, das unverzüglich zu entscheiden hat. Aufgabe des Gerichtes ist es dann festzustellen, ob die gesetzliche Voraussetzung für die Anhaltung, etwa die Geisteskrankheit, noch vorliegt und die Fortdauer der Unterbringung rechtfertigt oder aber die Entlassung zu verfügen ist.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 709/86
    Entscheidungstext OGH 28.01.1987 1 Ob 709/86
    Veröff: SZ 60/12 = JBl 1988,105 = NZ 1988,78 = ÖA 1988,18
  • 1 Ob 24/87
    Entscheidungstext OGH 02.09.1987 1 Ob 24/87
    Veröff: SZ 60/155

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0074619

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.11.2011

Dokumentnummer

JJR_19870128_OGH0002_0010OB00709_8600000_003