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Rechtssatz RS0077169×

Rechtssatz RS0077169

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0077169

Geschäftszahl

14Ob154/86; 9ObA209/87 (9ObA210/87)

Entscheidungsdatum

24.02.1988

Norm

UrlG §9
UrlG §10

Rechtssatz

In den typischen Fällen der Beendigung eines Dienstverhältnisses (Entlassung, vorzeitiger Austritt, Kündigung, Zeitablauf, einvernehmliche Lösung, Tod) soll die Urlaubsentschädigung dem Arbeitnehmer nur dann nicht gebühren, wenn er aus seinem Verschulden entlassen wird (arg e contrario Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer eins, UrlG), ohne wichtigen Grund vorzeitig austritt (wodurch gemäß Paragraph 10, Absatz 2, auch der Verlust der Urlaubsabfindung eintritt), wenn ihm bei mindestens dreimonatiger Kündigungsfrist der Urlaubsverbrauch möglich und zumutbar war (arg e contrario Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer 4, UrlG) oder wenn der Zeitablauf, die einvernehmliche Lösung des Dienstverhältnisses oder die Kündigung seitens des Arbeitnehmers bereits im ersten Urlaubshalbjahr erfolgt (arg e contrario Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer 5, UrlG).

Entscheidungstexte

  • 14 Ob 154/86
    Entscheidungstext OGH 21.10.1986 14 Ob 154/86
    Veröff: SZ 59/177 = EvBl 1987/9 S 52 = RdW 1987,61 = WBl 1987,100 = RZ 1987/24 S 111 = Arb 10560 = DRdA 1987,428 (Cerny)
  • 9 ObA 209/87
    Entscheidungstext OGH 24.02.1988 9 ObA 209/87
    Vgl auch; nur: In den typischen Fällen der Beendigung eines Dienstverhältnisses (Entlassung, vorzeitiger Austritt, Kündigung, Zeitablauf, einvernehmliche Lösung, Tod) soll die Urlaubsentschädigung dem Arbeitnehmer nur dann nicht gebühren, wenn er ohne wichtigen Grund vorzeitig austritt. (T1) Beisatz: § 48 ASGG (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0077169

Dokumentnummer

JJR_19861021_OGH0002_0140OB00154_8600000_004