Rechtssatz RS0080217
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0080217
Geschäftszahl
7Ob58/68; 7Ob155/72; 2Ob313/98p
Entscheidungsdatum
22.02.2000
Rechtssatz
Das Ablehnungsschreiben muß abstrakt den gesetzlichen Vorschriften entsprechen, selbst wenn der Empfänger rechtskundig ist oder sich die entsprechende Belehrung leicht hätte verschaffen können. Es ist nicht zu untersuchen, ob der Adressat des Schreibens die Rechtslage gekannt hat, denn es handelt sich um eine gesetzliche Formvorschrift.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 58/68
Entscheidungstext OGH 20.03.1968 7 Ob 58/68
Veröff: ZVR 1969/214 S 181
- 7 Ob 155/72
Entscheidungstext OGH 12.07.1972 7 Ob 155/72
Veröff: VersR 1973,143 = ZVR 1973/224 S 390
- 2 Ob 313/98p
Entscheidungstext OGH 22.02.2000 2 Ob 313/98p
Vgl auch; Beisatz: An die Erfordernisse des Inhalts eines Ablehnungsschreibens sowohl im Sinne des § 27 Abs 2 KHVG als auch im Sinne des § 12 Abs 2 VersVG sind die gleichen Anforderungen zu stellen. In klarer und unmissverständlicher Weise muss darauf hingewiesen werden, dass der Versicherer die Leistung ablehnt; sonst ist die Ablehnung ohne Wirkung. (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0080217
Dokumentnummer
JJR_19680320_OGH0002_0070OB00058_6800000_001