Rechtssatz RS0081716
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0081716
Geschäftszahl
4Ob115/79; 4Ob58/81; 9ObA95/14g
Entscheidungsdatum
29.10.2014
Rechtssatz
Liegt bei einem mit Sondervertrag überschriebenen Vertrag keine Abweichung vom VBG vor, dann bedarf der Vertrag auch keiner Genehmigung.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 115/79
Entscheidungstext OGH 27.11.1979 4 Ob 115/79
Veröff: DRdA 1981,228 (mit Anmerkung von Waas)
- 4 Ob 58/81
Entscheidungstext OGH 23.06.1981 4 Ob 58/81
Zweiter Rechtsgang zu 4 Ob 115/79
- 9 ObA 95/14g
Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 ObA 95/14g
Vgl auch; Beisatz: Wird ein Vertragsbediensteter durch einen als Sondervertrag bezeichneten Dienstvertrag befristet zur Vertretung aufgenommen und dieser Vertrag durch einen als Sondervertrag bezeichneten Nachtrag befristet verlängert, obwohl die Voraussetzungen für den Abschluss eines Sondervertrags nicht vorlagen, folgt daraus nicht, dass nun nach § 4 Abs 4 VBG ein unbefristetes Dienstverhältnis vorläge, weil diese Bestimmung gemäß § 4a Abs 2 Z 1 VBG nicht gilt, wenn der Vertragsbedienstete nur zur Vertretung aufgenommen wurde. (T1)
Beisatz: Dass der Vertretungsfall im Vertrag selbst und im Nachtrag – entgegen § 4 Abs 2 Z 3 VBG – nicht erwähnt war, schadet nicht, weil § 4 Abs 2 VBG als bloße Ordnungsvorschrift anzusehen ist und die Ausnahmevorschrift des § 4a Abs 2 Z 1 VBG lediglich materiell auf das Vorliegen eines Vertretungsfalls abstellt. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0081716
Zuletzt aktualisiert am
13.01.2015
Dokumentnummer
JJR_19791127_OGH0002_0040OB00115_7900000_004