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Rechtssatz RS0086577

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0086577

Geschäftszahl

13Os78/86; 12Os132/96

Entscheidungsdatum

20.03.1997

Norm

FinStrG §35 Abs2
FinStrG §35 Abs4
FinStrG §53 Abs1 litb

Rechtssatz

Wenngleich die Höhe des strafbestimmenden Wertbetrags (Paragraph 53, Absatz eins, Litera b, FinStrG) vom Vorsatz nicht umfaßt sein braucht, so muß doch im Fall der Hinterziehung von Eingangsabgaben nach Paragraph 35, Absatz 2, FinStrG der "Verkürzungsbetrag" (Paragraph 35, Absatz 4, FinStrG) als hier maßgebender "strafbestimmender Wertbetrag" durch eine vorsätzliche Handlung des Täters zustandekommen bzw bei der Anstiftung die Verkürzung vom Anstifter gewollt sein. In die Berechnung des solcherart vorsatzabhängigen strafbestimmenden Wertbetrags dürfen daher nur jene Eingangsabgaben einbezogen werden, auf die der Verkürzungsvorsatz gerichtet war. (Hier zwar die Einfuhrumsatzsteuer und der Außenhandelsförderungsbeitrag, nicht aber der Zoll).

Entscheidungstexte

  • 13 Os 78/86
    Entscheidungstext OGH 31.07.1986 13 Os 78/86
    Veröff: EvBl 1987/128 S 454
  • 12 Os 132/96
    Entscheidungstext OGH 20.03.1997 12 Os 132/96

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0086577

Dokumentnummer

JJR_19860731_OGH0002_0130OS00078_8600000_003