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Rechtssatz RS0087045

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0087045

Geschäftszahl

15Os181/87

Entscheidungsdatum

26.01.1988

Rechtssatz

Das Verfahren über den Antrag auf nachträgliche Straffestsetzung ist als Fortsetzung jenes Verfahrens, das zur bloß vorläufigen Aufschiebung des Strafausspruchs gemäß Paragraph 13, Absatz eins, JGG geführt hat, weiterhin eine Jugendstrafsache (Paragraph eins, Ziffer 4, JGG), in welcher gemäß Paragraph 36, Absatz eins, JGG die Bestimmungen des Paragraph 459, Satz 2 und 3 StPO nicht anzuwenden sind; ein trotz Ausbleiben des (wenn auch inzwischen erwachsenen) Beschuldigten von der Hauptverhandlung gefälltes Urteil ist daher nichtig. Ein solches gemäß Paragraph 36, Absatz eins, JGG nichtiges Urteil gereicht dem Beschuldigten auch dann, wenn darin von der Verhängung einer Zusatzstrafe gemäß Paragraphen 31, 40, StGB abgesehen wird, wegen der dadurch ausgelösten späteren Tilgbarkeit der Verurteilung (Paragraph 2, Absatz 2, TilG) zum gemäß Paragraph 292, letzter Satz StPO zu behebenden Nachteil.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 181/87
    Entscheidungstext OGH 26.01.1988 15 Os 181/87
    Veröff: RZ 1988/43 S 170

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0087045

Dokumentnummer

JJR_19880126_OGH0002_0150OS00181_8700000_001