Rechtssatz RS0088829
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0088829
Entscheidungsdatum
24.11.2014
Rechtssatz
Unentschuldbarer Rechtsirrtum allein reicht zur Begründung der Wissentlichkeit nicht aus.
Entscheidungstexte
- 9 Os 64/77
Entscheidungstext OGH 18.10.1977 9 Os 64/77
Veröff: SSt 48/78
- 10 Os 146/86
Entscheidungstext OGH 28.04.1987 10 Os 146/86
Vgl auch; Beisatz: Voraussetzung für die Aktualität eine Entschuldigungsgrundes ist nach § 9 Abs 1 StGB das Vorliegen des objektiven und subjektiven Tat-Unrechts, also der Tatbestandsmäßigkeit des betreffenden Täterverhaltens; ist letztere in Ansehung der subjektiven Tatseite auszuschließen, so kommt es auf die Frage der Entschuldbarkeit eines Rechtsirrtums gar nicht an. (T1)
- 12 Os 108/89
Entscheidungstext OGH 16.11.1989 12 Os 108/89
Vgl auch; Beisatz: Jeder Rechtsirrtum schließt die Wissentlichkeit aus, sodaß die Vorwertbarkeit eines solchen Irrtums außer Betracht bleiben kann. (T2)
Veröff: SSt 60/77
- 13 Os 5/90
Entscheidungstext OGH 13.06.1990 13 Os 5/90
Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: JBl 1990,807 (Bertel)
- 14 Os 8/95
Entscheidungstext OGH 14.03.1995 14 Os 8/95
Vgl auch
- 17 Os 16/14b
Entscheidungstext OGH 24.11.2014 17 Os 16/14b
Vgl auch; Beisatz: Wissentlicher Befugnismissbrauch kommt selbst dann nicht in Frage, wenn sich die Überzeugung eines Beamten, sich noch innerhalb seiner gesetzlichen Befugnisse zu bewegen, auf einer abwegigen Rechtsmeinung oder einem vorwerfbaren Irrtum beruht. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0088829
Zuletzt aktualisiert am
04.02.2015
Dokumentnummer
JJR_19771018_OGH0002_0090OS00064_7700000_001