Rechtssatz RS0088862
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0088862
Geschäftszahl
10Os266/71; 10Os64/72 (10Os65/72); 11Os191/72; 11Os190/71
Entscheidungsdatum
12.01.1973
Rechtssatz
Böser Vorsatz liegt nicht nur dann vor, wenn das tatbestandsmäßige Unrecht geradezu erstrebt, begehrt oder bezweckt wird, sondern auch dann, wenn der Täter das verbrecherische Übel als mit den von ihm bezweckten Folgen seiner Handlung untrennbar ansieht und damit gleichfalls will (dolus principalis nach Beling und Rittler, dolus directus im Sinne nach § Jescheck).Böser Vorsatz liegt nicht nur dann vor, wenn das tatbestandsmäßige Unrecht geradezu erstrebt, begehrt oder bezweckt wird, sondern auch dann, wenn der Täter das verbrecherische Übel als mit den von ihm bezweckten Folgen seiner Handlung untrennbar ansieht und damit gleichfalls will (dolus principalis nach Beling und Rittler, dolus directus im Sinne nach Paragraph Jescheck).
Entscheidungstexte
- 11 Os 190/71
Entscheidungstext OGH 15.12.1971 11 Os 190/71
Vgl auch
- 10 Os 266/71
Entscheidungstext OGH 15.02.1972 10 Os 266/71
- 10 Os 64/72
Entscheidungstext OGH 21.11.1972 10 Os 64/72
Beisatz: Wenngleich hier das Willensmoment hinter das Wissensmoment zurücktritt, sind beide Faktoren, die den bösen Vorsatz ausmachen, vorhanden. (T1) Veröff: EvBl 1973/122 S 271
- 11 Os 191/72
Entscheidungstext OGH 12.01.1973 11 Os 191/72
Vgl auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0088862
Dokumentnummer
JJR_19720215_OGH0002_0100OS00266_7100000_001