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Rechtssatz RS0088901

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0088901

Geschäftszahl

11Os12/72 (11Os13/72)

Entscheidungsdatum

26.01.1972

Rechtssatz

Aus der Bestimmung des Artikel römisch neun, KPStG (nunmehr Paragraphen eins, 61, StGB) ergibt sich die allgemein gültige Regel, daß eine Strafbestimmung, mag sie auch zur Zeit der Tat noch gegolten haben, nicht mehr angewendet werden kann, wenn sie ersatzlos außer Kraft getreten ist, ehe die Entscheidung in erster Instanz erfloß; denn der ersatzlosen Streichung ist die Erklärung des Gesetzgebers zu entnehmen, fortan früher nach der nun aufgehobenen Bestimmung strafbar gewesene Taten nicht mehr bestrafen zu wollen vergleiche RZ 1957,26). (Die Entscheidung betraf den durch Artikel römisch eins, Ziffer 12, StRÄG gemäß Artikel römisch fünf, Absatz eins, dieses Gesetzes mit Wirksamkeit vom 17.08.1971 außer Kraft gesetzten Paragraph 318, StG).

Entscheidungstexte

  • 11 Os 12/72
    Entscheidungstext OGH 26.01.1972 11 Os 12/72

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0088901

Dokumentnummer

JJR_19720126_OGH0002_0110OS00012_7200000_001