Rechtssatz RS0088905
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0088905
Geschäftszahl
8Os121/59; 10Os44/68; 10Os247/69; 10Os193/72; 12Os49/09m
Entscheidungsdatum
28.05.2009
Rechtssatz
Führt jemand eine Rauferei herbei oder lässt er sich in eine solche ein, muss er damit rechnen, dass er im Zuge derselben zu Schaden kommt. Es stehen ihm daher gegenüber seinem Partner keineswegs jene, der Intensität nach viel weitergehende Abwehrhandlungen zu, auf die der in Notwehr Handelnde Anspruch hat.
Entscheidungstexte
- 8 Os 121/59
Entscheidungstext OGH 26.06.1959 8 Os 121/59
Veröff: EvBl 1959/343 S 583
- 10 Os 44/68
Entscheidungstext OGH 07.06.1968 10 Os 44/68
Auch; Veröff: RZ 1968,191
- 10 Os 247/69
Entscheidungstext OGH 20.01.1970 10 Os 247/69
- 10 Os 193/72
Entscheidungstext OGH 16.01.1973 10 Os 193/72
- 12 Os 49/09m
Entscheidungstext OGH 28.05.2009 12 Os 49/09m
Vgl; Beisatz: Bei vom Täter selbst begonnene Aggressionshandlungen (hier Rauferei mit dem späteren Tatopfer und nachfolgende Sachbeschädigung zu dessen Nachteil) muss er eine Minderung seiner Notwehrbefugnisse hinnehmen. (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0088905
Zuletzt aktualisiert am
17.08.2009
Dokumentnummer
JJR_19590626_OGH0002_0080OS00121_5900000_001