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Rechtssatz RS0088982

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0088982

Geschäftszahl

14Os110/92

Entscheidungsdatum

26.01.1993

Rechtssatz

Zwar indiziert die Kausalität im Bereich der Vorsatzdelinquenz in der Regel die objektive Zurechnung des Erfolges, sodaß sich die Rechtsbelehrung insoweit grundsätzlich auf die Erörterung der Äquivalenztheorie beschränken kann. In speziellen Fallkonstellationen jedoch, die Anhaltspunkte dafür bieten, daß die Wirksamkeit des (vorsätzlichen) Primärverhaltens eines Täters infolge Eingreifens eines späteren (den Taterfolg unabhängig vom früheren Geschehen herbeiführenden) Ereignisses gänzlich beseitigt wurde (sodaß der Erfolg dem Täter nicht zurechenbar ist - Zurechnungskriterium des Risikozusammenhanges), bedarf es einer eingehenden Überprüfung (auch) des Risikozusammenhanges.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 110/92
    Entscheidungstext OGH 26.01.1993 14 Os 110/92
    Veröff: JBl 1994,556 (Burgstaller)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0088982

Dokumentnummer

JJR_19930126_OGH0002_0140OS00110_9200000_001