Rechtssatz RS0089358
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0089358
Entscheidungsdatum
08.11.1984
Rechtssatz
Bei Fahrlässigkeitsdelikten kommt als Täter - gleichgültig in welcher Erscheinungsform - jeder in Betracht, der in seiner Person alle Erfordernisse eines Fahrlässigkeitsdelikts erfüllt, demnach gegen eine eigene, ihn selbst treffende objektive Sorgfaltspflicht verstößt und auch subjektiv sorgfaltswidrig handelt. War das Tatverhalten objektiv sorgfaltswidrig, dann kommt es nicht darauf an, welcher Phase des Gesamtgeschehens, aus dem letztlich der tatbetandsmäßige Erfolg eingetreten ist, die Mitwirkung am betreffenden Fahrlässigkeitsdelikt erfolgte.
Entscheidungstexte
- 12 Os 15/81
Entscheidungstext OGH 04.06.1981 12 Os 15/81
Veröff: EvBl 1982/12 S 21 = RZ 1982/6 S 13 = SSt 52/34
- 11 Os 123/81
Entscheidungstext OGH 20.01.1982 11 Os 123/81
Beisatz: Die Strafbarkeit eines Fahrlässigkeitstäters, auch eines Beteiligten, jeweils den Verstoß gegen eine eigene unmittelbare ihn selbst treffende, deliktstypische objektive Sorgfaltspflicht voraus. (T1) Veröff: JBl 1984,48 (mit zustimmender Anmerkung von Liebscher)
- 13 Os 195/83
Entscheidungstext OGH 08.11.1984 13 Os 195/83
Vgl auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0089358
Dokumentnummer
JJR_19810604_OGH0002_0120OS00015_8100000_001