Rechtssatz RS0089761
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0089761
Entscheidungsdatum
21.09.2011
Rechtssatz
Das bloße Bestreiten der Richtigkeit belastender Angaben durch den Angeklagten stellt - auch wenn darin zwangsläufig der wider besseres Wissens erhobene Vorwurf der Unwahrheit gegenüber dem Belastungszeugen erblickt werden muss - keine Verleumdung dar.
Entscheidungstexte
- 10 Os 136/77
Entscheidungstext OGH 07.12.1977 10 Os 136/77
- 10 Os 114/78
Entscheidungstext OGH 26.07.1978 10 Os 114/78
- 9 Os 172/79
Entscheidungstext OGH 20.11.1979 9 Os 172/79
Ähnlich; Beisatz: Ein wahrheitswidriger Vorwurf, der inhaltlich einem bloßen Leugnen gleichkommt, ist bloße Ausübung des Verteidigungsrechts. (T1)
- 9 Os 12/85
Entscheidungstext OGH 13.03.1985 9 Os 12/85
Vgl auch; Beisatz: Dies gilt auch für das inhaltliche Verneinen ihn belastender Umstände, mag dies zwangsläufig auch eine falsche Verdächtigung der Belastungszeugen beinhalten. (T2)
- 14 Os 110/02
Entscheidungstext OGH 14.01.2002 14 Os 110/02
Auch
- 15 Os 104/11z
Entscheidungstext OGH 21.09.2011 15 Os 104/11z
Auch; Beisatz: Aber der Vorwurf der wahrheitswidrigen Protokollierung eines Geständnisses durch den vernehmenden Polizeibeamten. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0089761
Zuletzt aktualisiert am
09.11.2011
Dokumentnummer
JJR_19771207_OGH0002_0100OS00136_7700000_001