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Rechtssatz RS0090882

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0090882

Geschäftszahl

10Os104/81

Entscheidungsdatum

14.07.1981

Rechtssatz

Betrifft ein Begründungsmangel die Feststellung des konkreten Tatbeitrages in tatsachenmäßiger Beziehung (Paragraph 260, Absatz eins, Ziffer eins, StPO), sodaß dieser entweder entsprechend den Urteilsfeststellungen als unmittelbare Täterschaft, entsprechend der Zielrichtung der Beschwerdeeinwände aber als sonstiger Tatbeitrag zu beurteilen wäre, so tangiert er - analog zur tatsachenmäßigen Relevanz im geschworenengerichtlichen Verfahren (Paragraph 314, StPO) - den Ausspruch über eine für die Identität des Tat-Sachverhalts in bezug auf die Täterschaftsform maßgebende und darum entscheidende Tatsache im Sinn des Paragraph 251, Absatz eins, Ziffer 5, StPO. Dementsprechend setzt ja die Annahme einer (bloß) rechtlichen Irrelevanz einer insoweit unrichtigen Subsumtion (Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 10, StPO) ein mängelfrei (oder doch unbekämpft) feststehendes und zur Beurteilung ausreichendes Tatsachen-Substrat voraus.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 104/81
    Entscheidungstext OGH 14.07.1981 10 Os 104/81
    Veröff: SSt 52/41 = EvBl 1982/13 S 22 = RZ 1982/45 S 166 (mit Anmerkung von Kienapfel)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0090882

Dokumentnummer

JJR_19810714_OGH0002_0100OS00104_8100000_001