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Rechtssatz RS0091558×

Rechtssatz RS0091558

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0091558

Geschäftszahl

14Os60/91; 16Os8/92; 16Os19/92

Entscheidungsdatum

12.06.1992

Rechtssatz

In Fällen, in denen lediglich eine sechs Monate nicht übersteigende Freiheitsstrafe zu verhängen wäre, ist die Geldstrafe originär und unmittelbar auf den Strafzweck hin zu bemessen. Demzufolge bedarf es weder hinsichtlich der gedachten kurzfristigen Freiheitsstrafe einer (gleichfalls gedachten) Anwendung der außerordentlichen Strafmilderung nach Paragraph 41, StGB noch ist das Gericht bei der Festsetzung der gemäß Paragraph 37, verhängten Geldstrafe - ausgenommen die Fälle des Paragraph 41, Absatz 2, StGB - an die Untergrenzen der außerordentlichen Strafmilderung gebunden. Das Gericht hat sich bei der erforderlichen Vorprüfung auf den Ausspruch zu beschränken, daß jedenfalls keine Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten zu verhängen ist.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 60/91
    Entscheidungstext OGH 02.07.1991 14 Os 60/91
    Veröff: NRsp 1991/252 = JUS OGH-St/745
  • 16 Os 8/92
    Entscheidungstext OGH 08.05.1992 16 Os 8/92
  • 16 Os 19/92
    Entscheidungstext OGH 12.06.1992 16 Os 19/92
    Vgl auch; Veröff: JBl 1994,487

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0091558

Dokumentnummer

JJR_19910702_OGH0002_0140OS00060_9100000_001