Rechtssatz RS0092359
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0092359
Entscheidungsdatum
09.07.2013
Rechtssatz
Obhut verlangt ein faktisches Schutzverhältnis oder Betreuungsverhältnis zwischen Täter und Opfer, letzteres unterliegt dabei - zumindest vorübergehend - der Beaufsichtigung, Betreuung und Überwachung des Täters, den infolge der besonderen konkreten - tatsächlichen oder rechtlichen - Umstände eine Beistandspflicht und Beaufsichtigungspflicht gegenüber dem Schutzbefohlenen trifft.
Entscheidungstexte
- 12 Os 29/77
Entscheidungstext OGH 31.03.1977 12 Os 29/77
Veröff: SSt 48/29
- 11 Os 58/86
Entscheidungstext OGH 16.09.1986 11 Os 58/86
Vgl auch
- 14 Os 3/91
Entscheidungstext OGH 12.03.1991 14 Os 3/91
- 12 Os 139/08w
Entscheidungstext OGH 23.10.2008 12 Os 139/08w
Vgl; Beisatz: Hier: Vernachlässigung der den Bruder treffenden Obhutspflichtverletzung. (T1)
- 14 Os 88/13t
Entscheidungstext OGH 09.07.2013 14 Os 88/13t
Vgl auch;Beisatz: Hier: Zur Begründung von Obhutspflichten gegenüber im gemeinsamen Haushalt lebenden Stiefkindern bedarf es keines ausdrücklichen Aktes des Anvertrauens durch den leiblichen Vater. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0092359
Zuletzt aktualisiert am
29.08.2013
Dokumentnummer
JJR_19770331_OGH0002_0120OS00029_7700000_001