Rechtssatz RS0092582
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0092582
Geschäftszahl
4Os151/30; 10Os132/65; 10Os71/68; 10Os106/68; 9Os42/74; 11Os157/21d
Entscheidungsdatum
01.03.2022
Rechtssatz
Auch wenn die Verletzung mit einem solchen Werkzeug und auf solche Art, womit gemeiniglich Lebensgefahr verbunden ist, zugefügt wurde, ist zum Tatbestand des § 155 a StG (nunmehr § 87 StGB) die Feststellung der Absicht, schwer zu beschädigen, erforderlich. Vollbringung der Tat liegt nur dann vor, wenn die schwere Beschädigung tatsächlich zugefügt wurde. Andernfalls (keine oder nur leichte Verletzung) kommt nur Versuch in Frage.Auch wenn die Verletzung mit einem solchen Werkzeug und auf solche Art, womit gemeiniglich Lebensgefahr verbunden ist, zugefügt wurde, ist zum Tatbestand des Paragraph 155, a StG (nunmehr Paragraph 87, StGB) die Feststellung der Absicht, schwer zu beschädigen, erforderlich. Vollbringung der Tat liegt nur dann vor, wenn die schwere Beschädigung tatsächlich zugefügt wurde. Andernfalls (keine oder nur leichte Verletzung) kommt nur Versuch in Frage.
Entscheidungstexte
- 4 Os 151/30
Entscheidungstext OGH 16.05.1930 4 Os 151/30
Veröff: SSt 9/43
- 10 Os 132/65
Entscheidungstext OGH 08.09.1964 10 Os 132/65
- 10 Os 71/68
Entscheidungstext OGH 18.06.1968 10 Os 71/68
- 10 Os 106/68
Entscheidungstext OGH 10.09.1968 10 Os 106/68
Veröff: EvBl 1969/49 S 76
- 9 Os 42/74
Entscheidungstext OGH 22.05.1974 9 Os 42/74
- 11 Os 157/21d
Entscheidungstext OGH 01.03.2022 11 Os 157/21d
Vgl; Beisatz: Hier: Dass das festgestellte Verhalten des Angeklagten – zweimaliges Werfen einer Glasflasche, wobei das Opfer durch den ersten Wurf am Rücken getroffen und es diesem beim zweiten Wurf gelang, der Glasflasche auszuweichen – vom Erstgericht unter den Tatbestand der absichtlichen schweren Körperverletzung nach §§ 15 Abs 1, 87 Abs 1 StGB subsumiert wurde, war unabhängig davon, ob der Hals der Flasche nach dem ersten Wurf abbrach, nicht zu beanstanden. (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1930:RS0092582
Zuletzt aktualisiert am
13.04.2022
Dokumentnummer
JJR_19300516_OGH0002_0040OS00151_3000000_001
Die genannten Gesetze seit der letzten Entscheidung (01.03.2022)
StGB: seit der letzten Entscheidung 9 Novellen, 1 kundgemacht, noch nicht in Kraft · Vergleich des ganzen Gesetzes
- seit 31.12.2022 · BGBl. I Nr. 226/2022 (Änderung des Familienlastenausgleichsgesetzes 1967): Art. 6 (ÜR)
- seit 01.03.2023 · BGBl. I Nr. 223/2022 (Maßnahmenvollzugsanpassungsgesetz 2022): § 21, § 22, § 23, § 24, § 25, § 45, § 47, § 48 und 4 weitere
- seit 21.04.2023 · BGBl. I Nr. 40/2023 (Änderung des Strafgesetzbuches): Art. 3 (EG/EU)
- seit 01.05.2023 · BGBl. I Nr. 40/2023 (Änderung des Strafgesetzbuches): § 278c
- seit 21.07.2023 · BGBl. I Nr. 100/2023 (Korruptionsstrafrechtsänderungsgesetz 2023): Art. 2 (ÜR)
- seit 01.09.2023 · BGBl. I Nr. 99/2023 (Änderung des Strafgesetzbuches und des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb 1984), BGBl. I Nr. 100/2023 (Korruptionsstrafrechtsänderungsgesetz 2023): § 74, § 118a, § 119, § 119a, § 121, § 122, § 123, § 124 und 10 weitere
- seit 01.12.2023 · BGBl. I Nr. 135/2023 (Änderung des Strafgesetzbuches, der Strafprozeßordnung 1975, des Kommunikationsplattform …): § 64, § 207a, § 208a, § 220b
- seit 01.09.2025 · BGBl. I Nr. 45/2025 (Änderung des Strafgesetzbuches), BGBl. I Nr. 50/2025 (Informationsfreiheits-Anpassungsgesetz): § 52b, § 218, § 310, Art. 3 (EG/EU)
- seit 01.01.2026 · BGBl. I Nr. 25/2025 (Budgetbegleitgesetz 2025): § 46
- ab 01.11.2026 · BGBl. I Nr. 92/2026 (Strafrechtsänderungsgesetz 2026): § 33, § 52b, § 64, § 90, § 104a, § 104b, § 110a, § 110b und 13 weitere