Rechtssatz RS0092697
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0092697
Entscheidungsdatum
24.01.2022
Rechtssatz
Die rechtliche Wertung einer Tat richtet sich nicht nach Zwischenerfolgen, sondern nach dem Enderfolg; verletzt daher der Täter seine Opfer, zunächst vorsätzlich schwer, woraus sodann dessen Tod erfolgt, so haftet er nach den §§ 83, 86 StGB und nicht (auch) nach § 84 Abs 1 StGB.Die rechtliche Wertung einer Tat richtet sich nicht nach Zwischenerfolgen, sondern nach dem Enderfolg; verletzt daher der Täter seine Opfer, zunächst vorsätzlich schwer, woraus sodann dessen Tod erfolgt, so haftet er nach den Paragraphen 83, 86, StGB und nicht (auch) nach Paragraph 84, Absatz eins, StGB.
Entscheidungstexte
- 11 Os 91/75
Entscheidungstext OGH 02.10.1975 11 Os 91/75
- 11 Os 150/79
Entscheidungstext OGH 13.11.1979 11 Os 150/79
- 9 Os 4/82
Entscheidungstext OGH 23.03.1982 9 Os 4/82
Vgl; Beisatz: Die Qualifikation des § 84 Abs 2 StGB wird - anders als jene des § 84 Abs 1 StGB - durch die Unterstellung der Tat unter die Bestimmung des § 86 StGB nicht verdrängt. (T1)
- 13 Os 6/86
Entscheidungstext OGH 15.05.1986 13 Os 6/86
- 12 Os 99/87
Entscheidungstext OGH 03.09.1987 12 Os 99/87
- 15 Os 40/88
Entscheidungstext OGH 03.05.1988 15 Os 40/88
Vgl auch; Beisatz: Nur bei rechtsrichtiger Annahme einer strengeren (Erfolgsqualifikation) Qualifikation werden bloße Zwischenerfolge verdrängt. (T2) Veröff: JBl 1989,395 (Kienapfel)
- 15 Os 108/02
Entscheidungstext OGH 10.10.2002 15 Os 108/02
Vgl auch
- 11 Os 75/20v
Entscheidungstext OGH 01.09.2020 11 Os 75/20v
Vgl
- 15 Os 106/20g
Entscheidungstext OGH 11.12.2020 15 Os 106/20g
Vgl
- 15 Os 140/21h
Entscheidungstext OGH 24.01.2022 15 Os 140/21h
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0092697
Zuletzt aktualisiert am
17.05.2022
Dokumentnummer
JJR_19751002_OGH0002_0110OS00091_7500000_002