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Rechtssatz RS0093967×

Rechtssatz RS0093967

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0093967

Entscheidungsdatum

27.06.2023

Rechtssatz

Erpressung durch gefährliche Drohung setzt nicht voraus, dass das Tatopfer tatsächlich in Furcht und Unruhe versetzt wird. Zur Herstellung des Tatbestandes der Erpressung nach Paragraph 144, Absatz eins, StGB genügt vielmehr die objektive Eignung der im konkreten Fall als Nötigungsmittel eingesetzten Drohung, der bedrohten Person begründete Besorgnis einzuflößen (Paragraph 74, Ziffer 5, StGB); auf den tatsächlichen Eintritt einer nachhaltigen Beunruhigung des Tatopfers kommt es nicht an.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 26/94
    Entscheidungstext OGH 14.04.1994 12 Os 26/94
  • 14 Os 68/09w
    Entscheidungstext OGH 21.07.2009 14 Os 68/09w
    Auch; Beisatz: Für die Subsumtion unter §§ 144 f StGB ist es nicht erforderlich, dass die Drohung beim Bedrohten tatsächlich Besorgnis hervorruft. (T1)
  • 14 Os 48/15p
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 14 Os 48/15p
    Auch
  • 14 Os 15/23x
    Entscheidungstext OGH 27.06.2023 14 Os 15/23x
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0093967

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.09.2023

Dokumentnummer

JJR_19940414_OGH0002_0120OS00026_9400000_001