Rechtssatz RS0094062
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0094062
Entscheidungsdatum
15.05.2024
Rechtssatz
Für die Annahme der Qualifikation ist erforderlich (und ausreichend), dass der Täter seinem Tatplan gemäß aus einem einheitlichen erpresserischen Vorsatz heraus über einen längeren Zeitraum immer wieder erpresserisch Gewalt oder gefährlich Drohung gegen das Opfer anwendet und die hiedurch erzielte Wirkung aufrechterhält, damit er den angestrebten Erfolg (Abnötigung einer Handlung, Duldung oder Unterlassung) erreicht.
Entscheidungstexte
- 9 Os 97/82
Entscheidungstext OGH 24.08.1982 9 Os 97/82
Veröff: RZ 1983/37 S 151
- 12 Os 153/83
Entscheidungstext OGH 15.03.1984 12 Os 153/83
Vgl auch
- 12 Os 139/89
Entscheidungstext OGH 07.12.1989 12 Os 139/89
Vgl auch
- 15 Os 106/11v
Entscheidungstext OGH 20.12.2011 15 Os 106/11v
Vgl auch; Beisatz: Ist aufgrund eines gegen dieselbe Person längere Zeit hindurch fortgesetzten, von einem einheitlichen Erpressungsvorsatz getragenen Tatgeschehens von einer tatbestandlichen Handlungseinheit auszugehen, ist ein Verbrechen der schweren Erpressung nach §§ 144, 145 Abs 2 Z 1 StGB anzunehmen; dass einzelne Handlungen nur versucht wurden, ist diesfalls im Schuldspruch nicht zum Ausdruck zu bringen. (T1)
- 15 Os 106/18d
Entscheidungstext OGH 26.09.2018 15 Os 106/18d
Vgl; Beis wie T1
- 12 Os 7/20a
Entscheidungstext OGH 27.02.2020 12 Os 7/20a
Vgl; Beis wie T1
- 12 Os 24/21b
Entscheidungstext OGH 22.04.2021 12 Os 24/21b
Vgl
- 13 Os 108/23s
Entscheidungstext OGH 15.11.2023 13 Os 108/23s
vgl; Beisatz wie T1
- 15 Os 7/24d
Entscheidungstext OGH 15.05.2024 15 Os 7/24d
vgl; Beisatz wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0094062
Zuletzt aktualisiert am
10.09.2024
Dokumentnummer
JJR_19820824_OGH0002_0090OS00097_8200000_001