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Rechtssatz RS0094599×

Rechtssatz RS0094599

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0094599

Entscheidungsdatum

15.05.2024

Rechtssatz

Daraus, daß die Benützung einer verfälschten Urkunde beim Betrug (Paragraph 146, StGB) qualifizierend wirkt (Paragraph 147, Absatz eins, Ziffer eins, StGB), wenn die betreffende Urkunde hiebei als Täuschungsmittel verwendet wird, geht klar hervor, daß der Unrechtsgehalt von deren Verfälschung (Paragraph 223, StGB) dann, aber auch nur dann durch die Bestrafung des Betruges mitabgegolten (konsumiert) wird, wenn die Vortat eben jene qualifizierende Wirkung nach sich zieht; ist das nicht der Fall, dann bleibt auch die zur Vorbereitung eines Betruges dienende Urkundenverfälschung gesondert strafbar, weil ansonsten das ihr innewohnende eigenständige Tatunrecht nicht erfaßt würde. Insoweit ist echte Realkonkurrenz von Betrug und Urkundenfälschung möglich.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 84/88
    Entscheidungstext OGH 20.09.1988 15 Os 84/88
    Veröff: RZ 1989/20 S 67
  • 13 Os 74/94
    Entscheidungstext OGH 08.06.1994 13 Os 74/94
    Vgl auch
  • 15 Os 158/23h
    Entscheidungstext OGH 15.05.2024 15 Os 158/23h
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0094599

Im RIS seit

20.09.1988

Zuletzt aktualisiert am

19.06.2024

Dokumentnummer

JJR_19880920_OGH0002_0150OS00084_8800000_001