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Rechtssatz RS0095096×

Rechtssatz RS0095096

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0095096

Geschäftszahl

9Os46/77; 11Os78/96; 13Os152/11v; 13Os45/13m

Entscheidungsdatum

02.07.2013

Rechtssatz

Der (ausreichend: bedingte) Vorsatz muß die Kenntnis des Täters von dem im Gesetz umschriebenen Zustand des Opfers umfassen.

Entscheidungstexte

  • 9 Os 46/77
    Entscheidungstext OGH 15.03.1977 9 Os 46/77
  • 11 Os 78/96
    Entscheidungstext OGH 06.08.1996 11 Os 78/96
  • 13 Os 152/11v
    Entscheidungstext OGH 19.01.2012 13 Os 152/11v
    Vgl; Beisatz: Beim Verbrechen des sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person nach § 205 Abs 1 StGB müssen die opfereigenschaftsprägenden Merkmale der Wehrlosigkeit oder Selbstbestimmungsunfähigkeit und solcherart sowohl der Zustand (hier:) einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung als auch das dadurch bewirkte Fehlen der partiellen Diskretions‑ oder Dispositionsfähigkeit vom Vorsatz umfasst sein. (T1)
  • 13 Os 45/13m
    Entscheidungstext OGH 02.07.2013 13 Os 45/13m
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0095096

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.09.2013

Dokumentnummer

JJR_19770315_OGH0002_0090OS00046_7700000_001