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Rechtssatz RS0095627

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0095627

Geschäftszahl

13Os9/89; 11Os76/17m

Entscheidungsdatum

17.10.2017

Rechtssatz

Für die Annahme einer alternativen Mischqualifikation spricht, daß das dritte Kriterium nur, das erste Kriterium (Wert über Schilling fünfhundert) jedenfalls auch den Wissensstand des Hehlers um die Vortat betrifft und daß sich alle drei Qualifikationsmerkmale des Paragraph 164, Absatz 3, StGB (Wert über Schilling fünfhundert, Gewerbsmäßigkeit, Kenntnis strafsatzbegründender Umstände) nicht als vom Gesetzgeber zur Wahl gestellte handlungsvarianten im Sinn verschiedener Tatabläufe, sondern als teils nur (2. und 3.Fall), teils auch (1.Fall) im subjektiven Bereich angesiedelte erschwerende Momente darstellen (Ablehnung von SSt 55/45). - Hinweis auf 11 Os 25/78 und Foregger - Serini MKK 4.Auflage Paragraph 164, StGB Erl römisch acht.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 9/89
    Entscheidungstext OGH 16.03.1989 13 Os 9/89
    Veröff: EvBl 1989/161 S 626
  • 11 Os 76/17m
    Entscheidungstext OGH 17.10.2017 11 Os 76/17m
    Vgl aber; Beisatz: Nunmehr § 164 Abs 4 StGB idF BGBl I 2015/112. (T1)
    Beisatz: Kumulative Mischqualifikationen (siehe RS0095746, RS0095789 [T2]; 13 Os 9/89 trifft keine gegenteilige Aussage, sondern lässt die Frage ausdrücklich offen). (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0095627

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2018

Dokumentnummer

JJR_19890316_OGH0002_0130OS00009_8900000_001