Rechtssatz RS0095810
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0095810
Entscheidungsdatum
19.04.2018
Rechtssatz
Das Drücken des Geschlechtsteiles eines Mannes gegen den Körper einer Frau unter Vornahme beischlafartiger Bewegungen kann auch dann, wenn diese Personen voll bekleidet sind, nicht als vom Begriff der sexuellen Handlung im Sinne des § 202 StGB nicht erfasste bloße Zudringlichkeit flüchtigen Charakters gewertet werden.Das Drücken des Geschlechtsteiles eines Mannes gegen den Körper einer Frau unter Vornahme beischlafartiger Bewegungen kann auch dann, wenn diese Personen voll bekleidet sind, nicht als vom Begriff der sexuellen Handlung im Sinne des Paragraph 202, StGB nicht erfasste bloße Zudringlichkeit flüchtigen Charakters gewertet werden.
Entscheidungstexte
- 13 Os 20/92
Entscheidungstext OGH 08.04.1992 13 Os 20/92
- 14 Os 1/05m
Entscheidungstext OGH 05.04.2005 14 Os 1/05m
Vgl; Beisatz: Aus dieser Entscheidung ist keineswegs das generelle Erfordernis beschlafsähnlicher Bewegungen bei voller Bekleidung des Tatopfers abzuleiten. Bei Berührung spezifisch weiblicher Körperpartien kommt es nicht nur auf die zeitliche Dauer, sondern auch auf Intensität, Präzision und Zielsicherheit an, wobei einige Sekunden der Berührung durchaus genügen können. (T1)
- 13 Os 106/12f
Entscheidungstext OGH 18.10.2012 13 Os 106/12f
Vgl auch
- 11 Os 11/13x
Entscheidungstext OGH 12.02.2013 11 Os 11/13x
Auch; Beis wie T1
- 11 Os 33/18i
Entscheidungstext OGH 10.04.2018 11 Os 33/18i
Vgl; Beis wie T1
- 12 Os 32/18z
Entscheidungstext OGH 19.04.2018 12 Os 32/18z
Vgl; Beis wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0095810
Zuletzt aktualisiert am
12.07.2018
Dokumentnummer
JJR_19920408_OGH0002_0130OS00020_9200000_002