Rechtssatz RS0096356
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0096356
Geschäftszahl
9Os33/77; 12Os91/86 (12Os92/86)
Entscheidungsdatum
11.12.1986
Rechtssatz
Ergibt sich in der Hauptverhandlung mit Wahrscheinlichkeit, daß ein Zeuge wissentlich falsch ausgesagt hat, so kann das Bezirksgericht die Vorschrift des § 277 StPO anwenden, darf jedoch weder ein Unzuständigkeitsurteil fällen noch die Strafsache gemäß § 9 Abs 1 Z 1 StPO abtreten.Ergibt sich in der Hauptverhandlung mit Wahrscheinlichkeit, daß ein Zeuge wissentlich falsch ausgesagt hat, so kann das Bezirksgericht die Vorschrift des Paragraph 277, StPO anwenden, darf jedoch weder ein Unzuständigkeitsurteil fällen noch die Strafsache gemäß Paragraph 9, Absatz eins, Ziffer eins, StPO abtreten.
Entscheidungstexte
- 9 Os 33/77
Entscheidungstext OGH 15.03.1977 9 Os 33/77
Veröff: SSt 48/17 = EvBl 1977/227 S 497 = RZ 1977/89 S 175
- 12 Os 91/86
Entscheidungstext OGH 11.12.1986 12 Os 91/86
Vgl auch; Beisatz: § 277 StPO gilt auch für das Einzelrichterverfahren und vor dem Bezirksgericht. (T1) Veröff: SSt 57/93 = EvBl 1987/115 S 410
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0096356
Zuletzt aktualisiert am
28.10.2008
Dokumentnummer
JJR_19770315_OGH0002_0090OS00033_7700000_001