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Rechtssatz RS0096759×

Rechtssatz RS0096759

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0096759

Geschäftszahl

9Os38/76; 12Os156/83; 14Os30/12m

Entscheidungsdatum

16.10.2012

Rechtssatz

Unmöglichkeit der Akteneinsicht vor der Hauptverhandlung übt keinen nachteiligen Einfluß auf die Verteidigung, wenn der Verteidiger

  1. Litera a
    diesen Umstand nicht vor oder am Beginn der Hauptverhandlung rügt,
  2. Litera b
    bereit und imstande ist, die Verhandlung zu verrichten,
  3. Litera c
    es unterläßt, sich in deren mehrstündigen Verlauf (allenfalls mit kurzer Unterbrechung der Verhandlung) ergänzend zu informieren.

Entscheidungstexte

  • 9 Os 38/76
    Entscheidungstext OGH 05.11.1976 9 Os 38/76
  • 12 Os 156/83
    Entscheidungstext OGH 06.12.1984 12 Os 156/83
    Vgl auch
  • 14 Os 30/12m
    Entscheidungstext OGH 16.10.2012 14 Os 30/12m
    Vgl; Beisatz: Dem Beschwerdeführer wäre auch die Option offengestanden, in der Hauptverhandlung (ergänzende) Akteneinsicht und - gegebenenfalls - eine (kurzfristige) Unterbrechung der Verhandlung zur Besprechung mit seinem Verteidiger zu beantragen. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0096759

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.12.2012

Dokumentnummer

JJR_19761105_OGH0002_0090OS00038_7600000_002